Exzellenz in der Anästhesie: KSW erhält Zertifikat

Die Stiftung für Patientensicherheit in der Anästhesie würdigt hochstandardisierte Prozesse. Nur wenige Spitäler haben das entsprechende Zertifikat A-CERT.

, 23. April 2025 um 10:00
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Sie freuen sich auf das Zertifikat: Mitarbeitende der Klinik für Anästhesiologie am Kantonsspital Winterthur (KSW). Bild: PD
Im Rahmen der Qualitätsbemühungen in der Anästhesie stellt sich die Frage nach deren Kontrolle beziehungsweise Überprüfung.
Zu diesem Zweck hat die Stiftung für Patientensicherheit in der Anästhesie - nicht zu verwechseln mit der Stiftung für Patientensicherheit Schweiz - ein Zertifizierungsprogramm erarbeitet.
Es umfasst die relevanten Handlungsfelder – von der Anästhesievorbereitung über die Durchführung der Anästhesie bis zur Nachbetreuung.
Wie nun das KSW mitteilt, ist die Klinik für Anästhesiologie am Kantonsspital Winterthur mit dem Zertifikat A-CERT der Stiftung für Patientensicherheit in der Anästhesie ausgestattet worden. Erst wenige der grossen Spitäler in der Schweiz haben diese Auszeichnung erhalten.
Gemäss der Website der Stiftung für Patientensicherheit in der Anästhesie sind dies:
  • Institut für Anästhesiologie der Klinik Hirslanden, Zürich
  • Anästhesiologie, Schulthess Klinik, Zürich
  • Narkose.ch, Winterthur
  • Abteilung Anästhesie des Kantonsspitals Baselland, Liestal und Bruderholz
  • Abteilung Anästhesie der Merian Iselin Klinik, Basel
  • Abteilung Anästhesie des Gesundheitszentrums Fricktal, Rheinfelden
  • Service d’anesthésiologie du Centre hospitalier du Valais Romand, Sion
  • Institut für Anästhesiologie des Universitätsspitals Zürich
  • Servizio di Anestesiologia EOC Bellinzona
  • Kantonsspital Winterthur, Klinik für Anästhesiologie
Wie das KSW in ihrer Mitteilung zudem schreibt, sind die Anforderungen an die Anästhesiologie in letzter Zeit immer komplexer geworden. Gleichzeitig habe das Arbeitstempo in den Operationssälen stark angezogen.
«Komplexität bedeutet für uns allerdings etwas anderes als für die Operierenden», wird Klinikleiter Caveh Madjdpour in der Mitteilung zitiert. «Bei uns hängt sie oft nicht von der Komplexität der Operation selbst ab, sondern vom Gesamtzustand einer Patientin oder eines Patienten. So kann eine an sich leichte Verletzung bei multimorbiden Patientinnen und Patienten für uns hochkomplex sein. Um solche Fälle zu bewältigen, benötigen wir hoch standardisierte Prozesse.»
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