Bern erhält ebenfalls einen Lehrstuhl für Gendermedizin

Nach Zürich will auch die Medizinische Fakultät der Universität Bern einen Lehrstuhl für Gendermedizin besetzen – vorzugsweise mit einer Frau.

, 1. September 2025 um 13:50
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Gendermedizin: Die Auswirkungen des biologischen und des soziokulturellen Geschlechts auf Gesundheit und Krankheit. | Sandy Millar auf Unsplash
Die Medizinische Fakultät der Universität Bern und das Department for Clinical Research DCR suchen eine Person für die neu geschaffene Professur für Gendermedizin. Die Stelle soll die Auswirkungen des biologischen und des soziokulturellen Geschlechts auf Gesundheit und Krankheit untersuchen, mit klinischem Forschungsfokus.
Die künftige Stelleninhaberin, der künftige Stelleninhaber soll die Gendermedizin in der medizinische Ausbildung, Forschung und klinische Praxis etablieren und weiterentwickeln.
Die Professur umfasst ein Pensum von 50 bis 70 Prozent. Damit sie auch patientennah ist, soll sie einer Klinik des Inselspitals mit entsprechender Praxistätigkeit (30 bis 50 Prozent) in einem für die Gendermedizin relevanten Fach angegliedert werden. Zu den Anstellungskriterien für die Professur laut Ausschreibung ein Interesse an der Interprofessionalität, erfolgreiche Drittmitteleinwerbung und akademische Lehrerfahrung im relevanten Bereich. Qualifikationen in Gendermedizin oder verwandten Bereichen seien von Vorteil.

Frauen bevorzugt

Die Universität Bern will mehr Frauen in Lehre und Forschung und bittet deshalb qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich darum, sich zu bewerben. Die Universität wirbt für Kinderbetreuungsangebote, Angebote für Partner und Partnerinnen und die Möglichkeit des Jobsharings.
Der erste Schweizer Lehrstuhl für Gendermedizin befindet sich an der Universität Zürich (UZH) und wird seit Mai 2024 von der Kardiologin Carolin Lerchenmüller geleitet.

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