Splitting von Grund- und Zusatzversicherungen immer beliebter

Frauen scheint es allerdings besonders wichtig zu sein, alle Policen bei einem Anbieter zu haben. Dies zeigt eine aktuelle Studie der AXA.

, 30. September 2022, 07:39
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Es wird befürchtet, dass im Leistungsfall die Zuständigkeiten bei zwei verschiedenen Anbietern nicht klar geregelt sind. | Symbolbild Freepik
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Viele Versicherte in der Schweiz haben ihre Grund- und Zusatzversicherung seit jeher bei ein und derselben Krankenkasse. Trotzdem schliessen immer mehr Personen ihre Grundversicherung bei einem anderen Anbieter ab als ihre Zusatzversicherungen.
Hatten im Jahr 2018 noch 80 Prozent ihre Grund- und Zusatzversicherungen beim gleichen Anbieter, sind es 2022 noch 69 Prozent. Dies zeigt eine repräsentative Studie der AXA Gesundheitsvorsorge, die auf einer Online-Umfrage mit über 1'100 Personen basiert.

Unklare Zuständigkeit als zentraler Treiber

Mehr als zwei Drittel der Versicherten bleibt jedoch trotz Sparpotenzial bei ein und demselben Anbieter für Grund- und Zusatzversicherungen. Insbesondere Frauen setzen nach wie vor auf einen einzelnen Anbieter. Für 23 Prozent war dies ein zentrales Kriterium bei der Wahl ihrer Krankenversicherung, wohingegen es bei den Männern nur 15 Prozent sind.
Der primäre Treiber dafür ist gemäss Studie die Befürchtung, dass im Leistungsfall die Zuständigkeiten bei zwei verschiedenen Anbietern nicht klar geregelt sind. Für Niklas Elser sind diese Bedenken nachvollziehbar, jedoch unbegründet. Da die Leistungen der Grundversicherung gesetzlich festgelegt seien, greife die Zusatzversicherung erst dann, wenn der Leistungsumfang der Grundversicherung vollumfänglich ausgeschöpft sei, erklärt der Leiter Gesundheitsvorsorge bei der AXA.
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