Spital senkt Temperatur von 24 auf 23 Grad

So spart das Freiburger Spital Energie: Die Patienten müssen mit 23 Grad und die Büroangestellten mit 21 Grad auskommen.

, 22. November 2022, 23:00
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Im Freiburger Spital ist man auf Stromknappheit vorbereitet. | zvg
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Keine Frage: Im Spital darf niemand frieren. Aber das Freiburger Spital (HFR) senkt trotzdem die Temperaturen. Die neuen Limiten variieren je nach Bereich. Am wärmsten ist es nach wie vor dort, wo sich Patienten aufhalten. Allerdings ist es dort nun nur noch 22 bis 23 Grad warm, statt wie bisher 23 bis 24 Grad. Etwas kühler wird es auch in den Büros. Dort senkt das HFR die Durchschnittstemperatur auf 21 Grad.

Computer werden heruntergefahren

Zusatzheizungen sind verboten. Personen, die in schlecht isolierten Räumen arbeiten, können jedoch auf besser geeignete Räume ausweichen.
Gewisse Innen- und Aussenleuchten hat das HFR ausgeschaltet oder gedimmt. Die IT-Abteilung fährt die Computer in den Büros und die Bildschirme in den Korridoren am Ende des Tages automatisch herunter. Es wurden auch einige Arbeitsverfahren in der Küche geändert, so dass sich die Betriebszeit einiger Geräte verkürzt.

Tests für den Ernstfall

Das HFR ist auf einen allfälligen Stromausfall vorbereitet. Jedes Gebäude hat Notstromgeneratoren, die monatlich getestet werden. Derzeit wird geprüft, ob die Geräte auch zuverlässig auf die Notstromversorgung umschalten. Die ersten Tests, die kürzlich zwischen vier und sechs Uhr morgens in Riaz, Meyriez-Murten und Tafers durchgeführt wurden, verliefen erfolgreich. Die Tests am Standort Freiburg werden derzeit vorbereitet.
Besonders aufmerksam beobachtet das HFR jene Geräte, welche fürs Überleben von Patienten wichtig sind. Solche Geräte müssen unabhängig von der aktuellen Situation an eine sogenannte Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) angeschlossen sein. Jede USV wird daher sorgfältig gekennzeichnet und das Personal darin geschult, die lebenswichtigen Geräte korrekt anzuschliessen.

Küchen und Büros müssten als erste abschalten

Strom-Kontingentierung oder Netzabschaltungen hätten Auswirkungen auf den Betrieb des HFR. Da die Generatoren nicht den gesamten Strom liefern können, der für den Normalbetrieb benötigt wird, müssten, wie schon bei der Covid-19-Pandemie, Prioritäten gesetzt werden. Nicht lebensnotwendige Operationen würden verschoben.
Ein Plan legt fest, welche Abteilungen vorrangig versorgt werden müssen, je nachdem, wie viel Energie zur Verfügung steht. Priorität haben die Akutpflegeabteilungen der verschiedenen Standorte. Dagegen könnten die Küchen, die Beleuchtung in den Patientenzimmern und die Verwaltung als erste vom Strom unterbrochen werden.
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