Das Freiburger Spital (HFR) hat es im vergangenen Jahr nicht geschafft, sich genügend auf den Patientenandrang im Herbst vorzubereiten. Genau wie vor einem Jahr –
Medinside berichtete darüber – muss das Spital nun Operationen verschieben.
Zu viel: 90 bis 95 Prozent Auslastung
Auch der Grund ist derselbe wie vor Jahresfrist: Über 40 Betten seien mit Personen belegt, deren Austritt sich verzögert, da sie keinen Platz in einem Pflegeheim oder einer spezialisierten Einrichtung erhalten oder weil die Spitex sie aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht betreuen kann, so die Mitteilung des HFR.
«Mit mehr als neun von zehn belegten Betten in der Akutpflege und neuneinhalb von zehn belegten Betten in der Rehabilitation steht das HFR seit einigen Wochen unter enormem Druck», klagt das Spital.
Länger auf der Intensivstation...
Für ein reibungsloses Funktionieren liege die Auslastung üblicherweise für die Akutpflege bei 85, für die Rehabilitation bei 90 Prozent. Ohne diesen Spielraum können die Versicherungsklasse oder die Unterbringung in Einzelzimmern von Patientinnen oder Patienten am Lebensende nicht immer gewährleistet werden. Ausserdem müssen die Patientinnen und Patienten länger in der Notaufnahme warten, bis ein Bett frei wird.
Das Spital hat nun kurzfristige Massnahmen angeordnet: Dazu gehört zum Beispiel, dass Patienten einige Stunden auf der Intensivstation, im Aufwachraum oder in der Notaufnahme bleiben. Zudem können geplante Operationen verschoben werden.
...oder Betten in den Gängen
Als letzte Massnahme kann sogar veranlasst werden, Patientenbetten in den Gängen einzurichten. Das konnte bislang vermieden werden.