Was jetzt mit den Beatmungsgeräten geschieht

Etwa 500 gekaufte Beatmungsgeräte werden derzeit weder von Kantonen noch von der Armee benötigt. Was macht der Bund jetzt mit diesem zu viel gekauften Restbestand?

, 31. Mai 2021 um 08:03
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Insgesamt hat der Bund seit Beginn der Covid-19-Pandemie 1 700 Beatmungsgeräte beschafft: 1 550 des Typs Hamilton T1 und 150 des Typs EMV+. Diese Geräte kosteten insgesamt 65 Millionen Franken, was ungefähr 38 000 Franken pro Beatmungsgerät macht. Ursprünglich wollte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch mehr Geräte anschaffen. Nach Rücksprache mit Intensivmedizinern wurde die Zahl aber auf 1 700 festgelegt.
Von diesen erworbenen 1 700 Beatmungsgeräten wurden bislang  592 an die Kantone verkauft – oder vermietet. 600 Hamilton-Geräte werden von der Armee übernommen: Sie dienen dem Ersatz der vorhandenen, veralteten Beatmungsgeräte, damit die Armee das zivile Gesundheitswesen bei Bedarf auch künftig unterstützen kann. Dies geht aus offiziellen Daten hervor. 

Ein Teil davon als «Bundesreserve»

Nun verbleiben noch 508 Beatmungsgeräte, die zurzeit weder von den Kantonen noch von der Armee benötigt werden. Was passiert jetzt mit diesen Geräten? 
Solange die Pandemie andauert, soll gemäss Bund ein Teil davon als «Bundesreserve» zurückbehalten werden. Die erforderliche Anzahl werde vom Bundesamt für Gesundheit bedarfsabhängig festgelegt – je nach Verlauf der Pandemie. Zuständig  für den Unterhalt dieser Beatmungsgeräte ist die Armeeapotheke.

Ein anderer Teil wird ins Ausland verschenkt

Diejenigen Beatmungsgeräte, die nicht als Bundesreserve behalten werden, stehen grundsätzlich für eine Abgabe an Dritte zur Verfügung, heisst es. Der Bundesrepublik Indien wurden Anfang Mai - neben weiteren medizinischen Hilfsgütern - bereits 50 Beatmungsgeräte kostenlos ausgeliefert.
Das BAG und die Arbeitsgruppe medizinische Güter haben sich zudem darauf verständigt, dass 300 Geräte für die humanitäre Hilfe der Schweiz zur Verfügung gestellt werden können. Gesuche von interessierten Ländern würden derzeit geprüft.
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