Unispital Basel: Knorpelzellen aus der Nase für das Kniegelenk

Forschende der Universität und des Universitätsspitals Basel sind einer neuen Behandlungsmethode auf der Spur.

, 21. Oktober 2016, 09:34
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Werden aus der Nasenscheidewand Knorpelzellen entnommen, können diese im Labor zu einem funktionsfähigen Gewebe gezüchtet werden. Damit wiederum lässt sich beschädigtes Knorpelgewebe im Kniegelenk ersetzen und somit heilen.
Zu diesem Resultat kommen Wissenschaftler der Universität und des Universitätsspitals Basel (USB) in einer klinischen Phase I-Studie. Die Resultate veröffentlichten die Forschenden nun in den Fachzeitschrift «The Lancet», wie es in einer Mitteilung des USB heisst.
Marcus Mumme et al. «Nasal chondrocyte-based engineered autologous cartilage tissue for repair of articular cartilage defects: an observational first-in-human trial», in: «Lancet», Oktober 2016

Nächste Studie folgt

Dabei handelt es sich um erste Zwischenergebnisse. An der Studie nahmen zehn Patientinnen und Patienten unter 55 Jahren mit schweren Knorpeldefekten im Kniegelenk teil. 
Weil die Zahl der Studienteilnehmenden zu gering sei, um eine verlässliche Aussage über die Wirksamkeit zu treffen, werde eine internationale, multizentrische Phase II-Studie folgen.
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