Troubleshooter Urs Müller wechselt ins Appenzellerland

Interimsmanager Urs Müller übernimmt die operative Führung im Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden. Seit November 2020 leitet der 59-jährige Arzt das Spital Bülach ad interim.

, 20. Juli 2021 um 08:50
image
Urs Müller wird im August CEO ad interim beim Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (Svar). Er wurde laut Mitteilung angefragt, diese Aufgabe zu übernehmen. Müller soll die laufende Restrukturierung fortführen und die Neupositionierung umsetzen.
Der 59-jährige Arzt und selbständige Unternehmer beendet damit seine Tätigkeit im Spital Bülach Mitte August. Der Orthopäde und Manager hatte Mitte November 20202 nach dem Rücktritt von Rolf Gilgen die operative Leitung übernommen. 

Spital in ruhige Gewässer geführt

Müller leitete das Spital in einer schwierigen Zeit. Für Schlagzeilen sorgte insbesondere die Trennung mit Chefarzt Nic Zerkiebel. Urs Müller sei es innerhalb kurzer Zeit gelungen, das Spital zu beruhigen, notwendige Massnahmen zu initialisieren und wichtige Projekte weiterzuführen, lobt ihn der neue Verwaltungsratspräsident Thomas Straubhaar gemäss Mitteilung. 
Er habe unter anderem den Kulturwandel im Spital angestossen, indem er die Mitarbeitenden intensiv in die Veränderungsprozesse eingebunden habe, steht in der Mitteilung weiter zu lesen. Am 1. November 2020 übernimmt Doris Benz die operative Führung des Spitals.

Rekrutierung für neuen CEO startet

Urs Müller, früher unter anderem Chief Medical Officer bei der Privatklinik Hirslanden in Bern, folgt beim Spitalverbund auf Paola Giuliani, die ihre Anstellung gekündigt hat und das Spitalunternehmen nun Ende Juli vorzeitig verlassen wird. Parallel zum Interimsmanagement mit Urs Müller startet der Svar mit der Rekrutierung eines künftigen Spitaldirektors oder einer künftigen Spitaldirektorin.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Ronald Alder

Kürzere Arbeitszeiten sind auch nicht die Lösung

Die Politik sieht das Gesundheitswesen unterm Kostenröhrenblick, die Gewerkschaften haben den Arbeitszeitenröhrenblick. Und so werden die wahren Probleme übersehen.

image

Hochspezialisierte Medizin: Warnschuss aus dem Thurgau

Die Kantonsregierung prüft den Austritt aus der Interkantonalen HSM-Vereinbarung. Und sie vermeldet den Unmut weiterer Kantone.

image

Klinik Hirslanden: Philippe Diserens neu im Management

Der Gesundheitsökonom übernimmt die Leitung des Performance Management.

image

Behandlungsrekord am Kantonsspital Baden

Mehr stationäre Patienten, eine Zunahme der ambulanten Konsultationen, weniger Notfälle – und mehr Benefits für die Angestellten.

image

KSGL: «Wir wollen üsärs Spital retten!»

Die Personalkommission des KSGL stellt sich hinter ihr Spital und kritisiert das Vorgehen des SBK.

image

Gewalt im Spital: Es betrifft nicht nur den Notfall

Und die Lage ist am Wochenende keineswegs besonders kritisch. Eine grosse Datenauswertung in den USA setzt neue Akzente.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.