Rega: Notfall-App schon über eine Million mal heruntergeladen

Die App gibt der Rettungsflugwacht bei einer Alarmierung gleich den Standort durch. Bislang kam sie in 1'500 Rettungsfällen zum Einsatz.

, 11. Dezember 2015, 11:00
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Die App der Rega hat in diesen Tagen die Marke von einer Million Downloads überschritten. Die kostenlose Mobile-App für iPhones und Android-Telefone übermittelt bei einer Alarmierung gleich die Standortangaben des Anrufers. 
Zwei Fingerklicks genügen, um Alarm auszulösen. Dabei werden sogleich die Koordinaten und zuvor in der App abgespeicherte Personalien des Anwenders an die Rega übermittelt und eine Telefonverbindung mit der Einsatzzentrale hergestellt. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Alarmierenden leitet die Rega dann die Rettung ein.

Wer weiss schon, wo er gerade ist?

Die App kann bei Notfällen in der Schweiz und im Ausland genutzt werden. Seit seiner Einführung vor vier Jahren kam das Rega-Tool in gut 1‘500 Rettungsfällen zum Einsatz.
«Bei Rettungseinsätzen ist die Rega-App für uns – und damit letztlich für die Patienten – eine enorme Erleichterung», sagt Brigitte Kuhn, Leiterin der Rega-Einsatzzentrale. Schliesslich wissen viele Leute im Notfall nicht genau, wo sie sich gerade aufhalten: Nur schon die Beschreibung der Umgebung falle einer Person in einer Stresssituation oder im Schockzustand schwer.
Die Rega-App kann kostenlos für iPhones und für Android-Geräte heruntergeladen werden. Eine Einführung für Windows-Betriebssysteme ist für die zweite Hälfte 2016 vorgesehen.

  • Direkte Links zum iTunes- oder Google-Play-Store finden sich auf der Rega-App-Seite.

Bei einer Alarmierung mittels Rega-App sieht der Einsatzleiter den Standort des Anrufers auf einer digitalen Landkarte und erkennt sofort, wo Hilfe benötigt wird, wer alarmiert und auch wie lange beispielsweise die Handy-Batterie noch ausreicht. «Mit der Rega-App gewinnen wir bei einer Alarmierung bis zu fünf Minuten Zeit oder mehr», sagt Kuhn.
Seit rund einem Jahr werden die von der Rega-App übermittelten Koordinaten auch direkt ins Cockpit des Helikopters weitergeleitet – womit die jeweilige Crew den Unfallort punktgenau anfliegen kann.
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