Psychiatrie Baselland: Einigung im Tarifstreit

Nach Jahren der provisorischen Tarife hat die Psychiatrie Baselland mit Tarifsuisse einen neuen Vertrag ausgehandelt. Sie muss den Versicherern aber nachzahlen.

, 26. Januar 2016, 12:00
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Die Psychiatrie Baselland hat sich mit Tarifsuisse auf neue Tarife für stationäre Behandlungen in der Erwachsenen- sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie geeinigt. Sie gelten rückwirkend ab 2012 und bis 2017 und ersetzen die bisherigen, provisorisch festgesetzten Tarife. Diese galten, weil sie sich mit Tarifsuisse, der Einkaufsgemeinschaft der Versicherer, nicht einigen konnte. 
Für die Jahre 2012 bis 2014 wurde eine Tagespauschale in der Erwachsenenpsychiatrie von 750 Franken und für die Jahre 2015 bis 2017 von 698 Franken vereinbart. Das ist weniger als der aktuell gültige Mischtarif von 734 Franken. 

Rückstellungen von 13 Millionen Franken

Die neuen, tieferen Tarife haben zur Folge, dass die Tarifdifferenz zu den bisher geltenden Tarifen den Krankenversicherern zurückerstattet werden muss. Um die finanziellen Risiken abzufedern, wurden in den letzten Jahren Rückstellungen von rund 13 Millionen Franken gebildet. Die Tarifsenkungen können gemäss einer Mitteilung aufgefangen werden, ohne dass die Rechnung zusätzlich belastet wird. 
«Die letzten Jahre waren für uns schwierig. Aber jetzt sind wir froh, dass wir unsere Zukunft wieder auf einer sicheren finanziellen Grundlage planen können», wird CEO Hans-Peter Ulmann in der Mitteilung zitiert. 
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