Neues Schweizer Forschungsinstitut für Augenheilkunde

Das USB, die Uni Basel und Novartis lancieren eine Institution, die Grundlagenforscher und Kliniker vereinigen wird. Das Jahresbudget soll etwa 20 Millionen Franken erreichen.

, 15. Dezember 2017, 11:29
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Die Universität Basel, das Universitätsspital Basel und Novartis haben ein neues Forschungsinstitut gegründet: Das Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel, kurz IOB. Es wird als Stiftung aufgesetzt und soll nächstes Jahr seine Tätigkeit aufnehmen.
Geleitet wird das Institut von Botond Roska und Hendrik Scholl. Es wird 2018 seine Tätigkeit aufnehmen. Professor Roska ist derzeit Senior Group Leader am Friedrich Miescher Institut für biomedizinische Forschung in Basel; Professor Scholl leitet seit Sommer 2016 die Augenheilkunde an der Universität Basel und die Augenklinik des Universitätsspitals. 
Als operativer Direktor des Instituts wird Norbert Spirig arbeiten, derzeit Mitglied der Spitalleitung des Universitätsspitals Basel.
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Bereits aufgeschaltet: www.iob.ch
«Für Novartis ist die Augenheilkunde eine strategische Forschungspriorität», sagt Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt: «Deshalb unterstützen wir die bahnbrechende Kooperation zwischen Forschung und Klinik hier in Basel.»
Das Konzept des Institutes setzt stark auf Interdisziplinarität – unter Einbezug der Industrie. «Mit dem IOB werden wir eine Plattform bereitstellen, die akademische Freiheit, Nähe zum Patienten und ein starkes Bekenntnis zur Innovation vereint», sagt Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel.
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Gemeinsame Präsentation: Hendrik Scholl, Jörg Reinhardt, Werner Kübler, Botond Roska, Lukas Engelberger, Andrea Schenker-Wicki (vlnr) | Bild: Florian Moritz
Konkret vereint das Institut damit auch die Forschungsfelder von Botond Roska im Bereich der Netzhaut und bei der Verarbeitung optischer Signale im Gehirn plus die Arbeiten von Hendrik Scholl etwa im Bereich erblicher Netzhaut- und Makuladegenerationen.
Die Gründungspartner verpflichten sich, das IOB für die ersten 10 Jahre zu finanzieren; teilweise liefern sie ihre Beiträge auch als Sach- oder Personalleistungen.
Die Anteile werden sich fünf Jahre nach der Gründung ungefähr so zusammensetzen: 

  • Novartis: 10 Millionen Franken pro Jahr
  • Universitätsspital Basel 3 Millionen Franken pro Jahr
  • Universität Basel: 2 Millionen Franken pro Jahr
  • Der Kanton Basel-Stadt wird sich in den Jahren 2018 bis 2021 mit einer Summe von maximal 12,5 Millionen Franken beteiligen – sofern das Parlament dies bewilligt. 
  • Novartis wird in keinem Fall mehr als 50 Prozent der Gesamtbeiträge übernehmen. 
  • Auch soll das IOB zusätzliche Mittel akquirieren, etwa über Forschungsförderprogramme oder weitere Kollaborationen.

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