KSA: Aarau bewilligt den Spitalneubau «Dreiklang»

Der Stadtrat Aarau hat dem 563-Millionen-Projekt grünes Licht gegeben. Rechtskräftig ist der Entscheid noch nicht. Die Einsprecher können ihre Beschwerden weiterziehen.

, 31. März 2021 um 13:15
image
  • neubauten
  • dreiklang
  • politik
Acht Monate nach der Einreichung des Baugesuches des Kantonsspital Aarau hat der Stadtrat den Spitalneubau «Dreiklang» bewilligt. Mit dem Neubau soll die über die Jahre gewachsene dezentrale Spitalstruktur ersetzt werden. 
«Die Begeisterung über die erhaltene Baubewilligung ist riesengross», lässt sich KSA-Verwaltungsratspräsident Peter Suter in der Medienmitteilung zitieren. Der «Dreiklang» sei nicht nur ein Bauprojekt des Kantonsspitals Aarau, sondern ein Meilenstein für die Stadt Aarau, die umliegenden Gemeinden und den gesamten Kanton. Das KSA will nun mit den Vorbereitungen für den Spatenstich beginnen. 

Einsprecher können Beschwerde einreichen

Dem Stadtrat wurde das KSA-Baugesuch am 1. Juli 2020 eingereicht. Gegen das Baugesuch, das vom 4. September 2020 bis 5. Oktober 2020 öffentlich auflag, gingen fristgerecht sechs Einwendungen ein. 
Zwischen der Bauherrschaft und drei Einwendern konnten im Laufe des Baubewilligungsverfahrens einvernehmliche Lösungen gefunden werden, wie der Stadtrat informiert. Diese zogen ihren Einwendungen deshalb vor dem Entscheid zurück. Drei Einwendungen (davon zwei gleichlautende) behandelte der Stadtrat und wies diese mit dem Bauentscheid vom 29. März ab. 
Diese Einsprecher können den Stadtratsbeschluss weiterziehen: Nach Erhalt des Bescheides beginnt die 30-tägige Beschwerdefrist. Deshalb wird es wohl Mai bis der «Dreiklang» rechtskräftig ist oder ob ein Gang durch den Instanzenzug notwendig sein wird. Bezugsbereit soll der Spitalneubau bis 2025 sein.

Implenia alleinige Totalunternehmerin

Wie Medinside gestern Dienstag hier berichtete, will der Baukonzern Implenia die termingerechte Planung und Realisierung des Kantonsspitals Aarau (KSA) «aus einer Hand sicherstellen» – ein Projekt, das bisher gemeinsam mit Bam Schweiz und Deutschland geführt wurde. Zudem werde mit der Übernahme das Portfolio um Projekte wie das Basler Labor- und Forschungsgebäude für Biosystemwissenschaften oder das Felix Platter-Spital in Basel erweitert.

Das Projekt in Zahlen

  • Geschossfläche (GF) ca. 110‘000 m2
  • Nutzfläche (NF) ca. 53‘500 m2
  • Verhältnis GF/NF 2,06
  • 472 stationäre Betten
  • 130 tagesklinisch Plätze
  • 18 OP-Säle geplant

Lesen Sie auf Medinside weiter zum Thema: 

563-Millionen-Spital erhält grünes LichtSo sieht das neue Kantonsspital Aarau aus
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Es bleibt dabei: Die Krankenkasse bezahlt den Zahnarzt nicht

Der Nationalrat lehnte einen Vorstoss dazu deutlich ab.

image

BAG: Neue Leiterin der Abteilung Internationales

Barbara Schedler Fischer folgt im August auf Nora Kronig Romero.

image

Notfall: 50 Franken für Bagatellfälle

Ein altes Anliegen kommt wieder aufs Tapet: Die Gesundheitskommission des Nationalrats stellt zwei Varianten vor.

image
Gastbeitrag von Michael Jordi

Qualität ist keine Glaubensfrage

Bei der Qualität im Gesundheitssystem wird nicht zu viel gesteuert und vereinheitlicht – sondern eher zu wenig. Viele Akteure wollen einfach ihr eigenes Messsystem als Standard sehen.

image

Efas: Das Referendum ist am Ziel

Das Volk wird voraussichtlich im September über die neue Gesundheits-Finanzierung abstimmen.

image
Gastbeitrag von Felix Schneuwly

Ein Gruss aus der sozialistischen Planwirtschaft

Unklare Ziele, diffuse Verantwortung, aber viel Bürokratie: Der Qualitätsartikel im KVG ist ein fehlkonstruiertes Monster.

Vom gleichen Autor

image

Kinderspital verschärft seinen Ton in Sachen Rad-WM

Das Kinderspital ist grundsätzlich verhandlungsbereit. Gibt es keine Änderungen will der Stiftungsratspräsident den Rekurs weiterziehen. Damit droht der Rad-WM das Aus.

image

Das WEF rechnet mit Umwälzungen in einem Viertel aller Jobs

Innerhalb von fünf Jahren sollen 69 Millionen neue Jobs in den Bereichen Gesundheit, Medien oder Bildung entstehen – aber 83 Millionen sollen verschwinden.

image

Das Kantonsspital Obwalden soll eine Tochter der Luks Gruppe werden

Das Kantonsspital Obwalden und die Luks Gruppe streben einen Spitalverbund an. Mit einer Absichtserklärung wurden die Rahmenbedingungen für eine künftige Verbundlösung geschaffen.