Krankenversicherer übernehmen neue Leistungen

Die obligatorische Krankenversicherung vergütet neue Behandlungen gegen Krampfadern und Impfungen gegen humane Papillomaviren für Knaben.

, 15. Dezember 2015 um 09:26
image
  • versicherer
  • bundesamt für gesundheit
Ab dem 1. Januar 2016 vergütet die obligatorische Krankenpflegeversicherung neue Behandlungsmethoden gegen Krampfadern. Im Gegensatz zu den bisherigen chirurgischen Eingriffen können diese ambulant erfolgen, und zwar mit Laser oder Radiofrequenz. 
Deren Langzeit-Wirkung wurde laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) nachgewiesen. Die neuen Behandlungsmethoden können zu Einsparungen führen, da ein Spitalaufenthalt - anders als bei den meisten bisherigen chirurgischen Eingriffen - nicht notwendig ist.

Impfung gegen HPV auch für Knaben

Weiter können sich Knaben und junge Männer ab nächstem Sommer zulasten der obligatorischen Grundversicherung gegen humane Papillomaviren (HPV) impfen lassen.
Bereits heute übernimmt die Grundversicherung die Impfung von Mädchen und jungen Frauen gegen humane Papillomaviren (HPV) im Rahmen von kantonalen Programmen. Ab 1. Juli 2016 gilt dies auch für Knaben und junge Männer im Alter von 11 bis 26 Jahren. Die Impfung wird mittels einer Pauschale vergütet; der Bundesrat hat die entsprechenden Tarifverträge genehmigt.

  • Medienmitteilung Bundesamt für Gesundheit 

Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Krankenkassen und Ärzte wollen keine Regulierung für Netzwerke

Der Krankenkassen-Verband Curafutura fürchtet Mehrkosten und Bürokratisierung.

image

Die Menschen fühlen sich so gesund wie vor Corona

Die Covid-Turbulenzen konnten der gesundheitlichen Selbstsicherheit von Herrn und Frau Schweizer wenig anhaben: Dies besagen neue Daten.

image

Krankenkassen wollen keine Zahn-Kontrollen zahlen

Der Verband Curafutura stemmt sich gegen das Ansinnen, dass die Grundversicherung Dolmetscher-Dienste, Zahn-Vorsorge und DH berappen soll.

image

Bundeskasse statt Krankenkasse: 40 Prozent liebäugeln mit einer Gesundheitssteuer

Und die Idee einer Einheitskasse hätte jetzt offenbar eine Mehrheit in der Bevölkerung – so eine neue Erhebung.

image

Krankenkassen zahlen neu vorsorgliche Brustentfernung

Frauen mit Hochrisikogenen können sich künftig auf Kosten der Krankenkasse die Brüste oder den Eierstock entfernen lassen.

image

Jeder Kassenwechsel kostet 280 Franken

Das «Krankenkassen-Hopping» nach starken Prämienerhöhungen kostet die Kassen viel Geld – und schraubt wiederum die Prämien in die Höhe.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.