Kantonsspital Obwalden: 600 Patienten mehr – neuer Rekord

Vor knapp zwei Jahren bezog das Spital in Sarnen einen neuen Bettentrakt. Das wirkt sich nun deutlich aus.

, 19. Januar 2016, 11:06
image
  • spital
  • kantonsspital obwalden
  • jahresabschluss 2015
Im April 2014 eröffnete das Kantonsspital Obwalden einen neuen Bettentrakt, erbaut für 47 Millionen Franken. Jetzt kann es eine Bilanz nach dem ersten Jahr Vollbetrieb ziehen.
Und die Veränderung ist markant. 2015 verzeichnete das Kantonsspital Obwalden gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von 18 Prozent an stationären Patienten; verglichen mit dem Jahr davor, 2013, lag die Zahl gar um 22 Prozent höher. 

Auch 10 Prozent mehr ambulante Fälle

Konkret: Im Kantonsspital in Sarnen wurden letztes Jahr 4000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt, gut 600 mehr als im Vorjahr – und insgesamt eine Rekordzahl.
Alle Kliniken verzeichneten ein Wachstum, und alle senkten im gleichen Zug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Patient, so die Mitteilung aus Sarnen
Der ambulante Bereich konnte ebenfalls markant zulegen: Die Konsultationen stiegen hier um 10 Prozent. 

Die Kurve dürfte sich wieder abflachen

Die Spitaldirektion erklärt die Zahlen nicht nur mit der Infrastrukur und Ausstattung, die dazu geführt hätten, dass wieder vermehrt Menschen aus Obwalden das eigene Spital wählten: Sondern mit den Belegärzten aus dem Raum Luzern seien zudem verstärkt ausserkantonale Patienten nach Sarnen gekommen.
«Wir haben in der Vergangenheit Patienten an andere Spitäler verloren – nun korrigiert sich das wieder», deutete Spitaldirektor Daniel Lüscher die Entwicklung gegenüber der «Obwaldner Zeitung»
Das Haus bleibe weiterhin auf Wachstumskurs, allerdings werde die Kurve wohl wieder abflachen. «Es ist nicht davon auszugehen», so Lüscher, «dass wir über mehrere Jahre so einen markanten Zuwachs verzeichnen werden.»
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Regionalspital nimmt in der Gastroenterologie weltweit Pionierrolle ein

Das GZO Spital Wetzikon ist auf dem Weg zu einem Referenz- und Ausbildungszentrum. Das Ziel ist es, Gastroenterologen für den Eingriff und die Handhabung mit neuen Einweg-Endoskopen auszubilden.

image

Personalsuche Italien: «Wie sind die Reaktionen aus der Branche, Herr Blasi?»

Das Kantonsspital Aarau will Pflegefachpersonen in Rom rekrutieren. Fabio Blasi, Leiter Personalgewinnung, spricht über den Fachkräftemangel und das Projekt.

image

Bethesda Spital: Wechsel in der Spitalleitung

Das Bethesda Spital holt Henrik Pfahler vom Basler Unispital und Ueli Zehnder vom Inselspital nach Basel.

image

Stefan Fischli zum Chefarzt befördert

Stefan Fischli wird Chefarzt Endokrinologie/Diabetologie und klinische Ernährung am Luzerner Kantonsspital.

image

Diese Medizinstudentin will in den Regierungsrat

Zoé Stehlin tritt für die Juso als Luzerner Regierungsratskandidatin an.

image

«200 Betten sind besser als 280»

Der langjährige Spitaldirektor Peter Eichenberger erklärt, warum das Claraspital auf rentable Bereiche wie Orthopädie und Traumatologie verzichtet. Auf 2023 wird der 56-Jährige Delegierter der Clara- Gruppe.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.