Curafutura-Präsidium bleibt in FDP-Händen

Der Urner Ständerat Josef Dittli übernimmt das Präsidium beim Krankenversicherer-Verband Curafutura.

, 21. Dezember 2017, 11:00
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Josef Dittli tritt Anfang 2018 die Nachfolge von Ignazio Cassis bei Curafutura an. Cassis hatte nach seiner Wahl zum Bundesrat die Verbandsleitung der Krankenversicherer im Oktober abgegeben. 
Dittli ist Ständerat des Kantons Uri und FDP-Mitglied. Er kenne als ehemaliger Finanzdirektor das Versicherungswesen, insbesondere auch die Rolle der Kantone im Gesundheitsbereich, heisst es in einer Mitteilung des Verbandes. Zudem gehört der Politiker der Gesundheitskommission im Parlament an (SGK-S).

Vom Lehrer zum Politiker

Josef Dittli sitzt im Beirat des zweitgrössten Krankenversicherers Groupe Mutuel. Er ist ferner Verwaltungsratspräsident von Swisslos und Mitglied der Sport-Toto-Gesellschaft. Darüber hinaus präsidiert Dittli den Verband Schweizerischer Anschlussgleise- und Privatgüterwagenbesitzer (VAP), und er ist bei verschiedenen Pensionskassen tätig.
Im Jahr 2004 wurde Dittli vom Urner Volk in den Regierungsrat gewählt. Vor zwei Jahren schaffte er dann die Wahl in den Ständerat. Der 60-Jährige war vor seiner politischen Karriere als Finanz- und Sicherheitsdirektor knapp 20 Jahre Instruktionsoffizier bei der Armee; seinen Berufsweg hatte er als Volksschullehrer gestartet. 

  • Zu den Funktionen und Verbindungen von Josef Dittli

Fokus von Curufatura

Zu den wichtigsten Vorhaben des Verbandes unter der neuen Leitung zählen laut eigenen Angaben derzeit:
  • die Totalrevision des veralteten Arzttarifs,
  • die einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen,
  • die Zulassung zur und die Qualität der medizinischen Versorgung
  • sowie die überfällige Überprüfung und Senkung zu hoher Medikamentenpreise.
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