Hepatitis C: Concordia vergütet Medikamente aus Indien

Die Krankenversicherung übernimmt neu für zusatzversicherte Patienten einen Teil der Kosten.

, 16. Februar 2017, 14:22
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Medikamente gegen Hepatitis C sind in der Schweiz sehr teuer und wegen Einschränkungen durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nur bestimmten Patientengruppen vorbehalten. Immer mehr Betroffene kaufen darum günstige Lizenzprodukte in Indien oder Bangladesch. 
Die Kosten von 1'500 bis 1'600 Dollar für eine dreimonatige Therapie mussten die Patienten bis jetzt selber tragen. Neu vergütet die Krankenversicherung Concordia ihren Versicherten einen grossen Teil der Kosten für in Indien bestellte Medikamente. Unterstützt wird dabei der Bestellweg über den «FixHepC Buyers Club» mit Leistungen aus der Zusatzversicherung. 

50 Bestellungen

«Eine Kostenübernahme ist aus medizinischer und finanzieller Sicht sinnvoll. So können mehr Menschen von den gut wirksamen Medikamenten profitieren», sagt Jürg Vontobel, Mitglied der Geschäftsleitung von Concordia. Versicherte in schwieriger finanzieller Lage hätten zudem die Möglichkeit, einen Antrag für die volle Kostenübernahme zu stellen.
In der Schweiz leiden laut dem Netzwerk Schweizerische Hepatitis-Strategie 60'000 bis 80'000 Menschen an einer chronischen Hepatitis C. Bis jetzt haben 50 Personen ihre Medikamente über den «FixHepC Buyers Club» bezogen.  
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