Arzt soll Corona-Impfungen doppelt abgerechnet haben

Ein Hausarzt aus dem Kanton Zürich steht im Verdacht, Dutzenden Patienten die Corona-Impfung in Rechnung gestellt zu haben. Er verlangte zwischen 150 und 200 Franken.

, 4. Februar 2022, 09:00
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Eigentlich wird die Corona-Impfung vom Bund übernommen. Doch ein Hausarzt aus dem Kanton Zürich soll seinen Patienten für alle drei Impfungen zwischen 150 und 200 Franken verrechnet haben. Dies berichtet der «Blick». Betroffen sollen rund 220 Patientinnen und Patienten sein.
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Screenshot «Blick»
Der Hausarzt habe für die erste Impfung eine «Konsultation» und für alle drei Impfungen eine «Betreuung» und «Überwachung» in Rechnung gestellt, schreibt die Zeitung. Gegenüber einer Patientin begründet er die Rechnung mit grossem Aufwand. 

Gesundheitsdirektion klärt ab

Es steht der Verdacht im Raum, dass der Arzt unrechtmässig Hunderte Rechnungen für Corona-Impfungen doppelt abgerechnet hat. Für den Hausarzt, der sämtliche Anfragen der Zeitung unbeantwortet liess, gilt die Unschuldsvermutung.
Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat in diesem Fall gemäss «Blick» Abklärungen gestartet. Die Behörde habe sechs entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Und auch die Krankenkassen seien bereits darüber informiert.

Verletzung der Berufspflicht?

Sollte der Hausarzt tatsächlich systematisch unrechtmässig Impfungen in Rechnung gestellt haben, kann dies eine Verletzung der Berufspflicht darstellen. Die Disziplinarmassnahmen reichen von einer Verwarnung über eine Busse bis hin zum Entzug der Berufsausübungsbewilligung.
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