Grosse Ehre für USZ-Professor Aguzzi

Der Neuropathologe Adriano Aguzzi vom Universitätsspital Zürich erhält den diesjährigen Preis der Bailett-Latour-Stiftung für seine «fundamentalen Entdeckungen im Bereich der neurologischen Erkrankungen».

, 20. April 2017, 13:49
image
  • forschung
  • universitätsspital zürich
Seit 1979 verleiht die Baillet-Latour-Stiftung den «Baillet Latour Health Prize» an einen Wissenschafter für seinen Beitrag zur medizinischen Forschung, um herausragende Leistungen in Wissenschaft, Lehre oder Kunst zu fördern. Der diesjährige Preis geht an den Neuropathologen Adriano Aguzzi.
Der italienisch-schweizerische Doppelbürger ist Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsspital Zürich und Direktor des Schweizer Nationalen Referenzzentrums für Prionenerkrankungen. 
Geehrt wird der 57-jährige für seine «bahnbrechenden Studien über die Ursachen von neurologischen Erkrankungen, die durch Prionen verursacht werden», wie es in der Begründung heisst. Prionen verursachen den Rinderwahnsinn und die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen.
Aguzzis Entdeckungen hätten das Verständnis von Krankheiten mit Fehlfaltungen von Eiweisskörpern wie Alzheimer oder Parkinson entscheidend vorangebracht. Mit seinen Arbeiten habe er «den Grundstein für die Entwicklung von Medikamenten gelegt».
Der Preis ist mit 250'000 Euro dotiert. 
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
2 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Krebstherapie: St. Galler Forscher erzielt Durchbruch

Lukas Flatz hat gemeinsam mit seinem internationalen Team eine neue, bedeutende Methode entwickelt, um Krebsantigene bei Immuntherapie-Patienten zu erkennen.

image

Blutvergiftung: Experten geben nationalen Aktionsplan bekannt

Just zum Welt-Sepsis-Tag von heute Dienstag lanciert ein Schweizer Experten-Gremium einen Aktionsplan, der die Behandlung von Menschen mit Sepsis verbessern soll.

image

Drei Unispitäler nehmen schwer kranke Ukrainer auf

Die ersten fünf schwerkranken Menschen aus der Ukraine dürfen sich in der Schweiz behandeln lassen – nach einem aufwändigen Aufnahmeverfahren.

image

Cybersicherheit: Unispital Zürich kooperiert mit Armasuisse

Das Bundesamt für Rüstung Armasuisse entwickelt eine neue Cyber-Defence-Software. Mit an Bord ist auch das Universitätsspital Zürich (USZ).

image

Long-Covid: Uni Zürich präsentiert Studie mit 500 ungeimpften Rekruten

Milde Covid-Infektionen können vorübergehende Long-Covid-Symptome auslösen. Wie die neue UZH-Studie zeigt, stellen Ausdauerschwäche, erhöhte Cholesterin- oder BMI-Werte eine riskante Konstellation dar.

image

Covid: Künstliche Intelligenz soll Mutanten erfassen

ETH-Forschende haben eine neue Methode entwickelt. Diese soll Antikörpertherapien und Impfstoffe hervor bringen, die gegen zukünftige Virusvarianten wirksam sind.

Vom gleichen Autor

image

Palliative Care - eine tickende Zeitbombe

Viele politische Vorstösse, viel Papier, beängstigende Perspektiven, keine konkreten Massnahmen. Die Rede ist von Palliative Care.

image

«Herr Flury, warum braucht es The Swiss Leading Hospitals?»

«Qualitätssicherung kommt vor Kommunikation», sagt der Psychiater Hanspeter Flury, der neue Präsident von Swiss Leading Hospitals.

image

Wann gehört Palliative Care ins Spital?

Ist es Aufgabe eines Spitals, totkranke Menschen aufzunehmen und in den Tod zu begleiten? Nur wenn spezielle Spitalbehandlungen nötig sind.