Der Pfleger ist auch in Humor geschult

Lachen ist die beste Medizin und hilft über manche Situation im Pflegealltag hinweg. Für die professionelle Heiterkeit gibt es nun eine Ausbildung zum «Humortrainer Pflege».

, 3. September 2015 um 16:17
image
  • ausbildung
  • trends
  • pflege
Nicht nur Krankheiten sind ansteckend, auch Humor ist es. Gerade im Pflegealltag mit seinen stressigen und bedrückenden Situationen sind Witz und Humor häufig die beste Medizin. 
Nun gibt es professionellen Nachhilfeunterricht. 
Das Trainingsinstitut Humorkom hat mit der in der Schweiz, Deutschland und Österreich aktiven Vereinigung Humorcare ein Ausbildungskonzept entwickelt, das für mehr Spass im Pflegealltag sorgen soll. «Vom Humorberater zum Humortrainer in der Pflege» heisst das Programm, das nun auch europäisch anerkannt ist. Es beginnt im Dezember 2015, dauert zwei Jahre und richtet sich an Mediziner, Mitarbeiter in pflegenden Berufen oder Therapeuten. Als ergänzende Lektüre gibt es das Standardwerk zum Thema «Therapeutischer Einsatz von Humor» im Verlag Humorcare. 

Über sich selbst lachen

Erlernt werden unter anderem «die Regeln der Komik», die Entdeckung des Humors als Kraftquelle, mit einem Lachen auf Ärgernisse im Berufsalltag zu blicken, mit einem Augenzwinkern die Fehler der Kollegen zu betrachten, über sich selbst zu lachen und den eigenen Humorstil zu entdecken. 
Die Ausbildung, die im Tamala-Center in Konstanz stattfindet, wurde unter anderem von Helmut Bachmaier von der Tertianum-Stiftung Zürich und der Universität Konstanz sowie Michael Titze vom Adler-Institut Zürich entwickelt. Sie wird seit letztem Jahr in einem dreijährigen Modellprojekt für die Pflegeorganisation AWO Rheinland-Pfalz (D) erprobt. Einzelne Module daraus werden auch in der Schweiz angeboten -  so das Modul «Humor in der Pflege» zum nächsten Mal am 22. Oktober 2015 in Winterthur. 

Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

«Heldin»: Die Pflege kommt ins grosse Kino

Ein Schweizer Spielfilm schildert die Kämpfe einer Pflegefachfrau in einer unterbesetzten Station.

image

Felix Platter: Da schaut die KI, was die Patienten essen

Ein «Foodscanner» liefert in Basel automatisiert Daten für die Ernährungsmedizin.

image

Pflege: Je jünger, desto ausstiegswilliger

In Deutschland liebäugelte fast ein Drittel der jungen Pflegefachleute im letzten Jahr mit einem Berufswechsel. Aber ist das so schlimm?

image

Erfolg für Jungunternehmen im Biotech- und Medtech-Bereich

Viele Start-Up-Unternehmen hatten letztes Jahr grosse Mühe, Investoren zu finden. Biotech und Medtech gehörten aber zu den Gewinnern.

image

Die Menschen fühlen sich so gesund wie vor Corona

Die Covid-Turbulenzen konnten der gesundheitlichen Selbstsicherheit von Herrn und Frau Schweizer wenig anhaben: Dies besagen neue Daten.

image

Angebote der Rehaklinik Seewis

Die Rehaklinik Seewis hat sich auf kardiologische, psychiatrisch-psychosomatische und internistisch-onkologische Rehabilitation sowie Prävention spezialisiert. Dieser Artikel stellt die Situation für Patientinnen und Patienten beim Eintritt sowie die Angebote der Rehaklinik vor.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.