Christoph Huber: Vom Inselspital ans Genfer Universitätsspital

Das Universitätsspital Genf HUG hat sechs neue Chefärztinnen und Chefärzte ernannt – darunter einen Herzchirurgen aus Bern. Das Team um Thierry Carrel ist stolz darauf.

, 4. April 2016, 10:00
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«Schweizer Nachwuchs ist für die Herzchirurgie am Inselspital Herzenssache»: Dies eine Erklärung im neusten Communiqué aus dem Berner Uni-Spital. Es gibt darin bekannt, dass Christoph Huber zum Chefarzt und Klinikdirektor am Genfer Universitätsspital HUG gewählt worden ist.
Der Abgang wird mit Genugtuung vermeldet: «Prof. Thierry Carrel und sein Team rekrutieren jährlich zukünftige Herzchirurgen, bilden sie aus und unterstützen sie bei der Karriereplanung», heisst es. Und weiter: «Auch vor Sprachgrenzen macht der Wille zur Kooperation nicht Halt. Von "Röstigraben" keine Spur. Zukünftige gemeinsame Projekte und Erfahrungsaustausch sind Ressourcen, aus denen alle schöpfen können: Ärzte, medizinisches Personal und natürlich Patienten.»

Teamarbeit und Lernkultur weitertragen

Christoph Huber übernimmt nun also Anfang Mai 2016 die Leitung der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie am Genfer Gross-Spital. Er absolvierte einen wesentlichen Teil seiner Weiterbildung an «der Insel», war dort zuletzt verantwortlich für den Einsatz von Herzklappen via Katheter, und er «gehört zu den Schweizer Herzchirurgen mir der grössten Erfahrung in dieser Technik», so die Mitteilung. Im letzten Jahr verantwortete er über 300 Herz-Operationen.
Für ihn sei klar, dass er nun die «am Inselspital erlernte Operationstechnik, aber auch die dort gelebte Teamarbeit, Lernkultur und Kompetenzvermittlung» beibehalten und im HUG einführen möchte.

Biel, Lausanne, Boston, London

Christoph Huber, 45, war am Inselspital zuletzt im Range eines Leitenden Arztes gewesen. Nach dem Staatsexamen in Basel durchlief er Weiterbildungen und Fachausbildungen in Biel, Lausanne, Sion, Boston und London. Mit der Wahl ans HUG wurde er zugleich zum Professor für Chirurgie der Universität Genf ernannt. Als Klinikdirektor ersetzt er Afksendiyos Kalangos, der ans Mitera-Spital in Athen gewechselt war.
Zeitgleich gaben die Hôpitaux universitaires de Genève diverse Ernennungen auf dieser Stufe bekannt
Martine Louis Simonet wird Chefärztin der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und zugleich ordentliche Professorin für Innere Medizin, Rehabilitation und Gériatrie der Universität Genf. Sie ersetzt Arnaud Perrier, der bekanntlich seit letztem Jahr als Medizinischer Leiter des HUG amtiert.
Guido Bondolfi wurde zum Assistenzprofesseur für Psychiatrie der Universität Genf und Chefarzt des Dienstes für Liasionpsychiatrie und Krisenintervention des HUG ernannt. Hug arbeitet bereits seit 1997 am Genfer Universitätsspital. Er ersetzt Alessandra Canuto.
Marc Righini leitet neu die Abteilung für Angiologie und Hämostase des HUG, wo er Henri Bounameaux ersetzt; dieser will sich stärker auf Forschung und Lehre konzentrieren. Righini, 48, wurde damit zugleich zum ordentlichen Professor für Innere Medizin der Universität Genf ernannt.
Christophe Graf, 40, wird Chefarzt Rehabilitation am Genfer Universitätsspital. Der Internist mit Fachausbildung in Geriatrie leitete zuletzt die Reha-Klinik La Gracieuse in Lonay (VD) und war am HUG bereits als Belegarzt tätig. Zuvor hatte er schon als Klinikchef im (zu den HUG gehörenden) Hôpital des Troi-Chêne gearbeitet. Christophe Graf ersetzt Hubert Vuagnat, der zum Chefarzt des HUG-Zentrums für Wundheilung ernannt worden war.
Silke Grabherr, 35, wurde zur ordentlichen Professorin am Departement für öffentliche Gesundheit der Universität Genf sowie zur Chefärztin des Centre Universitaire Romand de Médecine Légale IUML ernannt. Die Rechtsmedizinerin erlangte ihren medizinischen Abschluss an der Universität Innsbruck. Seit 2007 ist Grabherr bereits am CHUV tätig, 2013 wurde sie in Genf zur Privatdozentin ernannt. Am IUML ersetzt sie Patrice Mangin, der pensioniert wird. 
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