Spital Laufen: «Wenn nötig bis vor Bundesgericht»

Im Spital Laufen soll es künftig nur noch eine Tagesklinik ohne Notfallstation geben. Dies sorgt für Kritik.

, 23. Mai 2017, 08:47
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Nur das Laufental im Kanton Baselland hat die Bruderholz-Initiative angenommen. Der Grund: Das Spital Laufen wäre von der Spitalfusion zwischen dem Unispital (USB) und dem Kantonsspital Baselland direkt betroffen.
Diese sieht vor, dass das Spital Laufen künftig nur noch für Abklärungen und als Schmerzklinik dienen soll. Eine 24-Stunden-Notfallstation soll es nicht mehr geben.

Sprachprobleme und Arbeitsplatzverluste

Gesundheitsdirektor Thomas Weber schlägt als Ersatz vor, die Zusammenarbeit mit dem Hôpital du Jura in Delsberg zu verstärken. Es habe bereits Gespräche mit Regierungsrat Jacques Gerber gegeben, wie Weber in einem Beitrag von SRF Regionaljournal Basel erklärt.
Bei Politiker und bei der Bevölkerung stösst die Idee nach Delémont auszuweichen auf Skepsis. Die Gründe sind etwa: keine Notfallstation, sprachliche Probleme oder Arbeitsplatzverluste. 

Verstoss gegen Laufental-Vertrag

Der FDP-Landrat Rolf Richterich glaubt nicht, dass man mit dieser Idee die Bevölkerung abholt, wie er gegenüber SRF sagt.
Zudem verstosse dieses Vorhaben gegen die Abmachungen im Laufental-Vertrag. Dieser verspricht der Bevölkerung ein Spital mit Rundumversorgung. Rolf Richterich will nötigenfalls den Vertrag vor Bundesgericht einklagen.
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