Basler Regierungsrat krempelt Gesundheitsdepartement um

Im Organigramm des Basler Gesundheitsdepartements kommt es zu Veränderungen. Die Regierung streicht zwei Kaderstellen.

, 19. November 2015, 10:28
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Die Exekutive will das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt neu aufstellen. Die Gründe für die Reorganisation seien «mehrere tief greifende Veränderungen»  – etwa die Verselbständigung der öffentlichen Spitäler. Dies hat die Regierung in einem Communiqué mitgeteilt.
Das sind die wichtigsten Umstruktierungen per 1. Januar 2016:

  • Der Regierungsrat streicht die Bereiche Gesundheitsschutz und Gesundheitsdienst ersatzlos. Die Aufgaben übernehmen die anderen Dienststellenleitenden sowie das Generalsekretariat.
  • Die Bereichsleiter Anne Lévy (Gesundheitsschutz) ist neu Direktorin der Universitären Psychiatrischen Kliniken. Philipp Waibel (Gesundheitsdienste) geht in Frühpension, bleibt aber im Mandatsverhältnis erhalten.
  • Die sechs Dienststellen Gesundheitsversorgung; Institut für Rechtsmedizin; Kantonales Laboratorium; Veterinäramt; Medizinische Dienste und Abteilung Sucht sind künftig direkt dem Vorsteher unterstellt.
  • «Insgesamt sollen flachere Führungsstrukturen eingeführt werden», steht in der Mitteilung. Dies soll einen direkteren Kontakt mit den Leiterinnen und Leitern der einzelnen Dienststellen untereinander und mit dem Vorsteher ermöglichen. 

Keine Abschaffung des Departements

«Wir haben aber nicht von den Kosten her gedacht», sagte Departementsvorsteher Lukas Engelberger der «TagesWoche». Das sei für ihn eine willkommene Nebenwirkung.
Regierungsrat Engelberger sieht zudem keinen Anlass, die Diskussion um eine Zusammenlegung von Departementen aufzuwärmen. Bereits im Vorfeld der Auslagerung der Spitäler diskutierten Politiker über eine Aufhebung des Gesundheitsdepartements.
«Auch wenn die Spitäler verselbstständigt sind, haben sich die Aufgaben für das Gesundheitsdepartement nicht grundlegend verändert», sagte der CVP-Regierungsrat der Zeitung weiter. Es seien sicherlich genügend Aufgaben und Themen vorhanden, die ein eigenständiges Departement rechtfertigen. 
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Gesundheitsdepartement Basel-Stadt: Das neue Organigramm per 1. Januar 2016 (Quelle: Gesundheitsdepartement)
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