Freiburger Spital muss Operationen verschieben

Das Freiburger Spital HFR sieht keine andere Lösung mehr: Weil alle Betten ausgelastet sind, verschiebt es nicht dringende Eingriffe.

, 30. November 2022 um 16:11
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Die Notfall-Aufnahme des Freiburger Spitals (HFR). | zvg
In den letzten Tagen hat der Druck im Freiburger Spital (HFR) massiv zugenommen: Die Bettenauslastung ist auf dem Höchststand. Weil Personal fehlt, können jedoch keine zusätzlichen Betten eröffnet werden. Auch die Verlegung von Patienten in einen anderen Kanton ist keine Lösung. Denn alle Spitäler klagen, dass sie überlastet seien.
Nun verschiebt das HFR Wahloperationen, damit es Patienten, die dringend behandelt werden müssen, weiterhin einwandfrei versorgen kann.

Kapazität erhöht

Verschoben werden Eingriffe, deren Aufschub keine direkten Auswirkungen auf den Gesundheitszustand des Patienten hat – das heisst unter anderem orthopädische und Hals-Nasen-Ohren-Operationen sowie lungenärztliche Kontrollen.
Das HFR ist sich bewusst, dass diese Situation für die betroffenen Patientinnen und Patienten nicht angenehm sei. Es setze alles daran, Umfang und Dauer der Verschiebungen möglichst zu begrenzen. Die Verantwortlichen betonen: «Im Gegensatz zu vielen anderen Spitälern, die Betten schliessen mussten, hat das HFR seine Kapazität erhöht.»
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