«Sie üben die Aufsicht über die Ärzteschaft und weitere Gesundheitsberufe aus», «Sie beraten departements- oder kantonsinterne Stellen in medizinischen Fragen» oder «Sie arbeiten in fachspezifischen Projekten mit» und «führen den Kantonsärztlichen Dienst». Klingt doch attraktiv, oder? Eigentlich schon, aber trotzdem bleiben Stellen als Kantonsärztin oder Kantonsarzt immer wieder mehrere Monate unbesetzt.
Ein aktuelles Beispiel ist die vakante Stelle des Kantonsarztes im Kanton Aargau, die seit einem halben Jahr nicht besetzt ist und immer noch ausgeschrieben wird: Das Gesundheitsdepartement unter Jean-Pierre Gallati sucht einen kommunikationsstarken, belastbaren Facharzt mit Führungserfahrung sowie Entscheidungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen.
Aargau und Solothurn suchen gleichzeitig
Das Amt als Kantonsarzt scheint wohl kein attraktives Amt zu sein. Denn die lange Rekrutierungsphase deutet darauf hin, dass es wohl nicht reibungslos funktioniert, das Amt wieder mit der richtigen und fähigen Person zu besetzen. Sonst müsste der Kanton nicht seit Ende Oktober 2022 suchen, zum Zeitpunkt als
Omar Al-Khalil sein Arbeitsverhältnis mit der kantonalen Verwaltung beendete. Al-Khalil hatte die Leitung des kantonsärztlichen Dienstes erst Anfang 2022 von Yvonne Hummel übernommen. Sie wechselte nach anderthalb Jahren im Aargau in den Kanton Solothurn. Aber auch dort blieb sie nur wenige Monate. Seitdem muss auch das Gesundheitsamt des Kantons Solothurn –
nach der gescheiterten Ernennung von Samuel Iff – einen neuen Kantonsarzt oder eine neue Kantonsärztin suchen.