Das Spital Zweisimmen wird als Akutspital weiterbetrieben. Das hat der umtriebige Verwaltungsratspräsident Thomas Straubhaar an einem gestriegen Treffen mit Vertretern aus der Politik, den Standortgemeinden, der Maternité Alpine und der niedergelassenen Ärzteschaft unmissverständlich festgehalten.
Der Gesundheitsökonom hat die strategische Führung des Spitals Mitte letztes Jahr übernommen. Nun muss das Spital Simmental-Thun-Saanenland (STS) bis spätestens im Juni ein neues Betriebskonzept erarbeiten. Die wichtigsten Kritieren: Es muss genug Personal und genug Geld dafür vorhanden sein. Und es braucht genug Patienten.
Genau daran fehlt es aber in Zweisimmen immer wieder. In den letzten 15 Jahren haben sowohl das Spital STS als auch private Anbieter verschieden Projekte ausgearbeitet. Doch keines konnte bisher umgesetzt werden.
Im Spital Zweisimmen soll es einen 24-Stunden-Betrieb mit einer noch zu bestimmenden Anzahl Betten, plus einen 24-Notfallbetrieb mit Triage geben. Es sollen bedarfsgerechte chirurgische Eingriffe vorgenommen werden sowie Sprechstunden von Fachärztinnen und -ärzten und Dialyse angeboten werden.
Straubhaar will nun ausloten, welches Konzept letztlich personell umsetzbar und wirtschaftlich tragfähig ist. Das hängt vor allem auch von den Patientenzahlen und der saisonalen Verteilung ab. Die Auslastung in Zweisimmen war zuletzt kontinuierlich rückläufig.