Spital Wetzikon sucht weiter nach fehlenden Millionen

Die Aktionärsgemeinden der GZO AG benötigen mehr Zeit, um die fehlenden 3,1 Millionen Franken für die Rekapitalisierung des Spitals Wetzikon aufzubringen.

, 30. Januar 2026 um 06:25
image
Bild: zvg
Die Sanierung der GZO AG Spital Wetzikon braucht mehr Zeit als geplant. Die Aktionärsgemeinden suchen weiterhin nach einer Lösung, wie die fehlenden 3,12 Millionen Franken für die vollständige Rekapitalisierung des Spitals beschafft werden können.
Die Prüfung der Handlungsoptionen sowie die laufende Abstimmung unter den elf verbleibenden Aktionärsgemeinden seien komplexer als erwartet, schreiben die Aktionärsgemeinden in einer Mitteilung. Konkrete Informationen zum weiteren Vorgehen sollen Anfang März 2026 vorliegen.
Auslöser der aktuellen Lücke im Sanierungsplan ist der Entscheid der Gemeinde Bubikon. Dort hatten die Stimmberechtigten im November 2025 den Beitrag von 3,12 Millionen Franken zur Rettung des Spitals knapp abgelehnt.

Spendenaktion denkbar

Welche Wege zur Schliessung dieser Finanzierungslücke infrage kommen, wird derzeit geprüft. Laut einer Keystone-SDA-Meldung stehen dabei vor allem drei Optionen im Vordergrund.
Wie Wetzikons Stadtpräsident Pascal Bassu erklärt, könnten die verbleibenden Gemeinden den fehlenden Betrag übernehmen.
Denkbar sei auch, zusätzliches Geld von Dritten einzuwerben. Als weitere Möglichkeit stehe zudem eine Spendenaktion im Raum.
  • spital wetzikon
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Spital Wetzikon ruft Gläubiger auf – Frist für Forderungen läuft

Die Gläubiger des Spitals Wetzikon haben nun einen Monat Zeit, ihre Forderungen geltend zu machen.

image

GZO Spital Wetzikon: Mehrheit der Gemeinden für Millionenkredit

Aber Rüti und Bubikon lehnen die Millionenhilfe für das Spital Wetzikon ab – und stellen dessen Zukunft grundsätzlich infrage.

image

Spital Wetzikon kämpft sich durch angespannte Zeiten

Das GZO Spital Wetzikon hat im vergangenen Jahr eine hohe Ebitda-Marge von 9.4 Prozent erzielt. Unter dem Strich resultiert allerdings ein Verlust.

image

Spital Wetzikon unterliegt vor Gericht gegen ehemalige Ärzte

Das GZO Spital Wetzikon wirft drei ehemaligen Ärzten vor, Patientendaten missbräuchlich verwendet zu haben. Das Gericht beurteilt dies aber völlig anders.

image

Spital Wetzikon machte trotz Pandemie kaum Verlust

Schon wieder ein Spital, das wenig betroffen ist von der Pandemie: Das Spital Wetzikon. Den Verlust von 4,4 Millionen Franken kann es verkraften.

image

Spitalfusion auf der Zielgeraden geplatzt

Die Spitäler Uster und Wetzikon brechen das geplante Zusammengehen ab.

Vom gleichen Autor

image

Davos: Neue CEO kommt von Hoch Health Ostschweiz

Die Hochgebirgsklinik Davos bekommt eine neue CEO: Gudrun Haager übernimmt die Leitung im Juni 2026. Sie folgt auf Evelyne Wirz Eberle, die in den Ruhestand tritt.

image

Ärzte: Hohe Systemzufriedenheit, steigende Belastung

Eine internationale Studie zeigt: Schweizer Ärzte bewerten ihr Gesundheitssystem am besten, zugleich nehmen Stress, administrative Belastung und der digitale Rückstand zu.

image

Chirurgie: Chefarztwechsel am Spital Linth

Am Spital Linth übernimmt Dominik Müller die Leitung der Chirurgie. Er folgt auf Tobias Gehrig, der das Spital nach mehr als sechs Jahren verlässt.