Seine Kritikpunkte sind unter anderem:
- Viele Entscheide seien weder aussergewöhnlich noch innovativ, sondern in anderen Regionen der Schweiz üblich und am Laufen.
- Gerade für Baselland sei das Resultat enttäuschend: «Es wird kein einziges Spital geschlossen, nicht einmal das Bruderholzspital.» Denn vor allem der Landkanton hätte nötige Abbaumassnahmen umsetzen müssen. Und politisch wäre die Ausgangslage derzeit sehr günstig, so Oggier.
- In Versorgungsregionen mit Überkapazitäten, wie das in den beiden Basel zweifelsohne der Fall ist, könne man mit Spitalschliessungen am meisten einsparen. Das werde in diesem Fall nicht gemacht.
- Der Vorschlag ist für ihn mutlos. Dahinter steckten wohl politische Überlegungen: «In Basel-Stadt stehen Wahlen bevor, da will man wohl nicht allzu viele Widerstände auslösen.»
- Er könne eigentlich kein Element erkennen, das in irgendeiner Form nachhaltig Strukturen verändern werde, so dass entweder die Qualität gesteigert oder die Kosten gesenkt würden.
Hier sei ganz klar eine Chance verpasst worden, so Experte Oggier. Das einzig «etwas Innovative» ist für ihn die gemeinsame Aktiengesellschaft, die geplant sei. Doch wirklich viel Neuerung stecke auch da nicht drin.