Am nächsten Dienstag verleiht der Geschäftsführer des
Primo Medico Netzwerks das «Gütesiegel für Qualität in der Medizin» an Victor Valderrabano. Dies meldet die «Basellandschaftliche Zeitung» unter Berufung auf die Organisation.
Primo Medico ist ein Netzwerk von medizinischen Spezialisten im deutschsprachigen Raum, zu dem auch
Valderrabano gehört. Der Orthopäde zähle im Raum Basel zu den international anerkannten Grössen in seinem Fachbereich, erklärt Primo Medico zur neuen Urkunde.
Eine weitere Genugtuung für den ehemaligen USB-Chefarzt dürfte dies sein, weil erst zu Wochenbeginn
bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen ihn eingestellt hatte. Das Unispital Basel hatte Valderrabano im Herbst 2014 entlassen, und zwar mit happigen Verdachtszuweisungen – etwa auf falsche Abrechnung von Spesen und Honoraren.
Murren unter den Chefärzten
«Das Strafverfahren gegen die beschuldigte Person wurde letzte Woche eingestellt, weil sich kein Tatverdacht erhärten lässt», bestätigte aber inzwischen Staatsanwaltschaft der «Basler Zeitung».
Das USB versandte in der Folge allerdings
eine Mitteilung, in der es festhielt, «dass die Kündigung des ehemaligen Chefarztes unter allen arbeitsrechtlichen Gesichtspunkten korrekt und unabhängig vom Ausgang eines allfälligen Strafverfahrens erfolgt ist». Gegenüber der «Basler Zeitung» verteidigte Spitaldirektor Werner Kübler persönlich den Rauswurf.
Auf der anderen Seite zitierte die BaZ aber (anonyme) Chefärzte, die sich solidarisch mit dem geschassten Ex-Kollegen zeigten und von einem Vertrauensverlust in die Spitalführung sprachen. Dieser rühre insbesondere daher, dass Valderrabano nicht anders als andere Ärzte vorgegangen sei.