«Weil das Konsultationsverfahren ergebnislos endet, ist eine Kündigung sämtlicher Arbeitsverhältnisse unumgänglich». Dies meldet die Privatklinik St. Georg am Freitag. Damit verlieren 40 Mitarbeitende ihren Job. Die ordentlichen Kündigungen wurden heute Freitag in Goldach ausgesprochen, heisst es.
Vorausgegangen war der Entscheid des Kantons St. Gallen, einen befristeten Leistungsauftrag bis Ende 2018 zu erteilen. Der Grund: Tiefe Auslastung und somit eine ungenügende Wirtschaftlichkeit. Der Verwaltungsrat bestätigt zwar, dass «die Klinik in der heutigen Form nicht rentabel ist und die Verluste die wirtschaftliche Existenz der Klinik bedrohen».
Dennoch sollte
sich eine Lösung abzeichnen: Die grosse Spitalkette Swiss Medical Network signalisierte «nach mehrmonatigen Verhandlungen» ein Kaufinteresse. Verwaltungsratspräsident Peter Cott spricht von einer «idealen Nachfolgelösung». Nun scheint sich diese in Luft aufzulösen.
Ein kleiner Hoffnungsschimmer
Eine Hoffnung bleibt: Und zwar ein rascher und positiver Entscheid seitens der St. Galler Regierung über den Verbleib der Klinik auf der Spitalliste, heisst es weiter. Unter diesen Voraussetzungen ist Swiss Medical Network auch bereit, die Klinik zu übernehmen – und die 40 Arbeitsplätze zu erhalten. Dies bekräftigt auch Marco Gugolz gegenüber Medinside, der zuständige Regionaldirektor der grossen Privatklinikgruppe SMN.
Die Klinik St. Georg werde nun in den nächsten Tagen die Fallzahlen 2017 einreichen. Die Frist läuft offenbar noch bis am 5. Juli 2018. Das Gesundheitsdepartement will über den Verbleib auf der Spitalliste erst im Herbst entscheiden – eigentlich.
«Wir hoffen, dass der Regierungsrat die Rahmenbedingungen für eine Übernahme der Klinik St. Georg durch SMN schafft». Dies würde 40 Arbeitsplätze retten und es ergeben sich laut VR-Präsident Cott keine Kosten für die öffentliche Hand.