Total hat der Bundesrat 65 Millionen Franken für drei
Nationale Forschungsprogramme (NFP) gesprochen. Davon gehen 40 Millionen Franken an zwei Programme aus der Gesundheitsbranche. Von ihnen werden wichtige Beiträge für das Gesundheitswesen erwartet.
Programm «Gesundheitsversorgung»
Das mit 20 Millionen Franken dotierte Programm «Gesundheitsversorgung» hat zum Ziel, Erkenntnisse zur Struktur und Inanspruchnahme der Gesundheitsversorgung in der Schweiz zu gewinnen. Im Zentrum des Programms stehen die «Optimierung der Ressourcenzuteilung durch Verminderung der Unter- und Überbeanspruchung von Leistungen», wie es in einer
Mitteilung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) heisst. Ein besonderer Schwerpunkt soll zudem auf der Prävention und Behandlung von mehrfachen chronischen Erkrankungen liegen. Schliesslich soll das NFP dazu beitragen, Verfügbarkeit, Verknüpfung und Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten zu verbessern.
Programm «Antimikrobielle Resistenz»
Das ebenfalls mit 20 Millionen Franken dotierte Programm «Antimikrobielle Resistenz» soll einen Beitrag zur Verringerung der antimikrobiellen Resistenz und deren negativen Auswirkungen auf die Behandlung von Infektionskrankheiten leisten. Dazu sollen Kenntnisse über potenzielle Reservoire und Übertragungsmechanismen verbessert, neue Techniken der Schnelldiagnose entwickelt, neuartige antimikrobielle Therapieansätze erforscht sowie Interventionsmassnahmen vorgeschlagen werden. Wegen der Mobilität der Resistenzgene zwischen Mensch, Tier und Umwelt strebt das Programm einen disziplinenübergreifenden Ansatz an.
Die Forschungsdauer beträgt fünf Jahre. Ein weiteres Programm betrifft das Thema «Big Data», dessen Budget 25 Millionen Franken beträgt.