Pflegemonitoring: Jetzt auch mit Lohndaten

Die nationale Informations-Tool zur Lage der Pflege wurde ausgebaut. Da zeigt sich zum Beispiel: Die Durchschnittslöhne stiegen in den letzten zehn Jahren um 7 Prozent. Also praktisch im Gleichschritt mit der Inflation.

, 9. März 2026 um 04:47
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KI-Bild: Medinside mit ChatGPT
Wir haben hier auch schon darüber berichtet: Der «Pflegemonitoring» ist ein interaktives Tool des Bundes, das die Situation des Pflegepersonals mit einer Fülle von verschiedenen Daten abbildet. Jetzt wurde es wieder aktualisiert. Damit sind 27 Indikatoren greifbar: Es gibt beispielsweise Angaben zu Personalbestand und -dichte, zu den ausländischen Abschlüssen im Pflegebereich, zum Grade-Mix oder zur Fluktuationsrate.
Die aktualisierte Version bietet neu auch Statistiken zu den Löhnen. Wer will, kann dort jetzt das Lohnniveau und die durchschnittliche Lohnentwicklung beim Pflegefach-Personal oder bei Betreuungspersonal verfolgen. Oder er kann die Gehälter in Akutspitälern, bei der Spitex oder im Langzeitpflege-Bereich miteinander vergleichen.
Da zeigt sich zum Beispiel, wie die Löhne zwischen 2014 und 2024 gestiegen sind: Der Brutto-Monatslohn in allen Bereichen und über alle Pflege-Funktionen stieg in jenen zehn Jahren von 7213 auf 7719 Franken (Medianwert).
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Darstellung von Lohndaten im «Pflegemonitoring»  |  Screenshot
Dies bedeutet ein Plus von gut 7 Prozent. Oder als Jahreswachstum berechnet stiegen die Löhne jährlich um knapp 0,7 Prozent – somit fast genau gleich wie die Teuerung in jenen Jahren.
In den Spitälern lag der Zuwachs bei 6,8 Prozent, im Spitex-Bereich war er mit 7,4 Prozent hingegen etwas höher. Was signalisiert, dass der Nachholbedarf hier stärker war.
Die Daten stammen vom Bundesamt für Statistik und basieren insbesondere auf der Lohnstrukturerhebung.
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