Neue Kantonsärztin für das Wallis

Delphine Berthod folgt im Sommer auf Eric Masserey. Sie ist Spezialistin für Infektiologie und kennt die Behörde bereits von innen.

, 6. März 2026 um 03:53
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Delphine Berthod, die neue Kantonsärztin des Wallis | Bild: PD
Eric Masserey hatte sein Amt im Alter von 61 Jahren angetreten. Nach einigen Jahren an der Spitze des Walliser Gesundheitswesens geht der Kantonsarzt nun in den Ruhestand. Der Kanton hatte die Stelle ausgeschrieben – und nun die Nachfolgerin bekannt gegeben: Delphine Berthod wird Kantonsärztin.
Sie tritt ihre Stelle im Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur in Sitten im Juli 2026 an. Ihr Arbeitspensum wird auf zwei Aufgaben aufgeteilt: zu 70 Prozent leitete sie das Kantonsarztamt, zu 30 Prozent leitet sie die Kantonalen Abteilung für übertragbare Krankheiten und ist als Assistenzärztin für Infektiologie am Zentralinstitut der Walliser Spitäler.
Die Aufgaben der Leiterin des Kantonsarztamts sind bekannt: Sie soll bei der Entscheidungsfindung im Bereich der öffentlichen Gesundheit mitwirken, Strategien für neue Probleme entwickeln und die Gesundheitsberufe beaufsichtigen.

Karriere

Delphine Berthod hat einen Doktortitel in Medizin und einen FMH-Titel in allgemeiner Innerer Medizin und Infektiologie. Sie ergänzte ihre Kenntnisse durch mehrere vertiefende Ausbildungen, so einen Master of Science in Public Health, eine Weiterbildung in Tropenmedizin und internationaler Gesundheit sowie ein Diplom in Infektionsprävention und -kontrolle.
Die zukünftige Kantonsärztin betritt kein Neuland. Sie ist eine bekannte Figur in der Walliser Gesundheitslandschaft und zweisprachig (Französisch und Deutsch). Seit 2020 hat sie die Rolle der Stellvertreterin des Kantonsarztes für übertragbare Krankheiten inne. 2022 übernahm sie die Leitung der Kantonalen Einheit für übertragbare Krankheiten. «In diesem Rahmen hat sie eine solide Erfahrung im Bereich der öffentlichen Gesundheit erworben, insbesondere in der Überwachung und Prävention von übertragbaren Krankheiten, im Umgang mit epidemiologischen Situationen sowie in der Koordination mit kantonalen, interkantonalen und eidgenössischen Partnern», schreiben die kantonalen Behörden in einer Mitteilung.
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