Auch das Spital Affoltern meldet ein positives Geschäftsjahr

Das Zürcher Regionalspital erzielte 2025 wieder Gewinn. Steigende Fallzahlen trugen zum positiven Ergebnis bei – insbesondere in der Psychiatrie.

, 6. März 2026 um 07:00
image
Seit Anfang Jahr ist Irene Christen neue CEO des Spitals Affoltern. Bild: zvg
Das Spital Affoltern hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 2,2 Millionen Franken abgeschlossen. Im Vorjahr hatte das Spital noch ein leicht negatives Ergebnis von minus 88’000 Franken ausgewiesen.
Die Ebitdar-Marge lag bei 9,3 Prozent. Der Gewinn lag am Ende höher als unlängst noch erwartet. Zum besseren Ergebnis trug laut dem Management eine konsequente Kostendisziplin bei, ferner steigende Fallzahlen sowie ein höherer Schweregrad der behandelten Patientinnen und Patienten.
Besonders deutlich wuchs der Bereich Psychiatrie: Die Fallzahlen in der Erwachsenen- und Alterspsychiatrie stiegen um 14 Prozent. Das Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie sowie das Zentrum für Altersmedizin und Palliative Care zählen inzwischen zu den zentralen Pfeilern des Angebots in Affoltern.
Strategisch hat das Spital in den vergangenen Jahren sein Angebot stärker auf Kernkompetenzen ausgerichtet. Parallel dazu wurde die ambulante Strategie überarbeitet und das Leistungsportfolio gestrafft.
Ein wichtiger Schritt war das Pilotprojekt «Notfall Light», das mit der Zürcher Gesundheitsdirektion entwickelt wurde und Anfang 2026 gestartet ist. Es soll eine bedarfsgerechte Notfallversorgung unter veränderten gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen sicherstellen.
CEO Irene Christen sieht das Spital mit der aktuellen Strategie gut positioniert: Ziel sei eine qualitativ hochwertige und wirtschaftlich stabile Gesundheitsversorgung für die Region.
  • akut
  • spital affoltern
  • zürich
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Kispi-Professor für seine Therapie bei offenen Rücken ausgezeichnet

Ueli Möhrlen erhält den Forschungspreis der Holm-Schneider-Stiftung für einen neuen Ansatz zur Behandlung der Spina bifida vor der Geburt.

image

Lindenhofgruppe konzentriert Notfallversorgung in der Nacht

Die Notfallstation am Sonnenhofspital wird künftig nur noch tagsüber betrieben. Ein Grund dafür ist der Fachkräftemangel.

image

Appenzell Ausserrhoden will Spitalverbund für Private öffnen

Das Spital Herisau und das Psychiatrische Zentrum sollen eigenständige Aktiengesellschaften werden. Damit will die Kantonsregierung Beteiligungen ermöglichen – und auch im Personalmarkt punkten.

image

Solothurner Spitäler: Umbau an der Spitze

Der Verwaltungsrat der SoH hat die Direktions-Aufgaben umverteilt. Die Ärzteschaft ist nun auch in der Geschäftsleitung vertreten.

image

Auch KSGR startet Hospital@Home-Angebot

Das Kantonsspital Graubünden beginnt im März ein dreijähriges Hospital@Home-Projekt, unterstützt von der ÖKK. Damit folgt es dem Trend zur externen Akutspital-Versorgung,

image

Epic kostete die Insel 183 Millionen Franken

Erstmals informiert das Berner Inselspital über die Kosten seines US-Klinikinformationssystems: Zu den Anschaffungskosten kamen 100 Millionen Franken für die Einführung hinzu.

Vom gleichen Autor

image

Hoch Health Ostschweiz: Erfolgssignale im ersten Geschäftsjahr

Nach der Fusion des Kantonsspitals St.Gallen mit den Spitälern Grabs/Altstätten, Wil und Linth verspürt der neue Spitalverbund finanziell einen Aufwärtstrend.

image

Spital Herisau: Erste Investoren bringen sich ins Gespräch

Mehrere Gesundheitsakteure aus der Ostschweiz prüfen ein mögliches Engagement beim Spital Herisau.

image

Ständerat will Angehörigenpflege klarer regeln

Der Ständerat fordert präzisere Regeln für die Pflege durch Angehörige. Der Bundesrat soll definieren, welche Leistungen über die Krankenversicherung abgerechnet werden dürfen und wie diese künftig vergütet werden.