Das sind die jungen Medizin-Spitzenforscher der Schweiz

Die Stiftung Pfizer Forschungspreis zeichnete 12 Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler aus, die an Schweizer Unis oder Spitälern forschen.

, 29. Januar 2026 um 23:35
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Die Preisträgerinnen und Preisträger des Pfizer Forschungspreises 2026  |  Bild: PD
Es ist einer der vielbeachteten Awards in der Schweizer Medizinforschung: Der Pfizer Forschungspreis ehrt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die hierzulande exzellente Arbeiten der biomedizinischen Grundlagenforschung wie der klinischen Forschung erbracht haben.
Zwölf Forscher wurden bei der diesjährigen Verleihung ausgezeichnet, sie arbeiten in Basel, Fribourg, Genf, Lausanne und Zürich.
Insgesamt 63 Arbeiten waren eingereicht worden, davon kürten unabhängige Experten-Kommissionen fünf Projekte aus den Bereichen Onkologie, Infektionskrankheiten/Immunologie sowie (erstmals) Digitale Gesundheit.

Onkologie / Grundlagenforschung:

Miaomiao Sun, Maciej Bialasek, Tobias Weiss — Universitätsspital Zürich, Universität Zürich, Cellis AG Zürich, Warschauer Naturwissenschaftliche Universität: «Makrophagen als Wirkstoffträger für die Behandlung von Glioblastomen». ➡️ Mehr.

Onkologie / Klinische Forschung:

Rémi Vernet, Eugenio Fernandez, Nicolas Mach — Universität Genf, Universitätsspital Genf: «Inaktivierte Tumorzellen und Kapseln – eine kombinierte Immuntherapie gegen Krebs». ➡️ Mehr.

Infektionskrankheiten & Immunologie / Grundlagenforschung:

Bojana Müller-Durovic — Universität Basel, Universitätsspital Basel: «Das Epstein-Barr-Virus kapert den Stoffwechsel, um B-Zellen zu transformieren». ➡️ Mehr.

Infektionskrankheiten & Immunologie / Klinische Forschung:

Teofila Seremet Caplanusi, Jeremy Di Domizio, Antoine Girardin — Universitätsspital Lausanne CHUV, Universität Lausanne: «Eine molekulare Karte ermöglicht personalisierte Hauttherapien». ➡️ Mehr.

Digitale Gesundheit:

Lucas Spierer, Frederik Plourde — Universität Fribourg, BeweLab SA, Fribourg: «Eine digitale Gesundheitslösung zur Reduzierung ungesunder Heisshungerattacken». ➡️ Mehr.
Der Pfizer Forschungspreis wird seit 1992 verliehen, das Preisgeld betrug dieses Jahr 100'000 Franken. Insgesamt 450 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wurden mittlerweile mit dem Forschungspreis geehrt, die aggregierte Preissumme liegt bei knapp 7 Millionen Franken.
Gewürdigt werden Leistungen, «die einen bedeutenden Beitrag zur medizinischen Innovation leisten und das Potenzial haben, die Versorgung und Lebensqualität von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern», so die Ausschreibung. Die Auszeichnung sei «eine Anerkennung für den ausserordentlichen Einsatz für medizinischen Fortschritt und Innovation und soll die Preisträgerinnen und Preisträger ermutigen, ihren Weg konsequent weiterzuverfolgen», sagt Eva Graf, die Präsidentin der Stiftung Pfizer Forschungspreis.
Zum Pfizer Forschungspreis 2024



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