Neues Healthcare-Bildungszentrum in der Zentralschweiz

Die Organisation Xund errichtet im Kanton Zug ein Ausbildungszentrum für das Gesundheitswesen.

, 9. September 2024 um 09:35
image
Visualisierung des Xund-Gebäudes in Rotkreuz  |  Bild: PD Xund
Es sei eine Reaktion auf «die wachsende Nachfrage nach praxisnahen und attraktiven Gesundheitsausbildungen»: So erklärt das Gesundheits-Bildungszentrum Xund sein neustes Projekt. Auf dem «Suurstoffi-Areal» in Rotkreuz plant die Zentralschweizer Stiftung ein neues Schul-Gebäude. Es soll den heutigen Xund-Standort in Alpnach erstezen; denn dieser werde dem Raumbedarf und den Bedürfnissen an die Aus- und Weiterbildung der Gesundheitskräfte in der Region längerfristig nicht mehr genügen, so der Stiftungsrat.
«Der Standort Rotkreuz stärkt die regionale Verankerung von Xund in der Zentralschweiz und verbessert die Erreichbarkeit für viele Studierende und Lernende deutlich», sagt Josef Widmer, der Präsident des Bildungszentrums: «Es werden Synergien mit weiteren Bildungspartnern wie der Hochschule Luzern (HSLU) vor Ort ermöglicht und Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit der Praxis oder der Forschung eröffnet.»

Baustart noch dieses Jahr

Konkret realisiert wird das neue Gebäude durch die Immobiliengesellschaft Zug Estates; Xund wiederum wird als Mieterin den Innenausbau auf die eigenen Bedürfnisse ausrichten.
Der Xund-Standort Luzern – ein 2019 eröffneter 50-Millionen-Bau – bleibt bestehen.
Rotkreuz ist ein wichtiger Standort für die Pharma-Industrie, wo Konzerne wie Novartis, Roche, Sandoz oder Sanofi-Aventis eigene Niederlassungen haben.
Das innovative Umfeld könnte auch die Attraktivität der Ausbildung im Gesundheitswesen steigern, meint Xund-Präsident Widmer weiter.
Der Baustart des Xunde-Gebäudes ist für Ende 2024 geplant, der Bezug soll 2028 erfolgen. Der Standort in Alpnach bleibt bis dahin bestehen.
  • Zentralschweiz: Rekord-Zulauf für Pflegeberufe. Sowohl bei den Lehren als auch bei den HF- und den Nachdiplom-Bildungsgängen dürften die Vorjahres-Anmeldungen übertroffen werden.

  • WEITERBILDUNG
  • pflege
  • xund
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Floria, die Pflegefachfrau, könnte dem Schweizer Film zu einem Oscar verhelfen

Der Film «Heldin» hat es auf die Top-15-Liste für die Oscar-Nominationen geschafft. Er hat aber auch Kritik aus Pflegefachkreisen laut werden lassen.

image

Spitex Zürich erhält einen neuen CEO

Der Geschäftsleiter der Regio-Spitex Limmattal wird der neue Chef der Spitex Zürich. Der bisherige CEO, Markus Reck, geht in Pension.

image

Pflege: Fatales Signal aus den USA

Die Regierung in Washington streicht Nursing aus der Liste der höheren Abschlüsse.

image

Solothurn: Brücke in den Schweizer Pflegealltag

Ein gemeinsames Programm der Solothurner Spitäler und der Volkshochschule soll ausländischen Pflegefachkräften den Einstieg erleichtern. Es kombiniert Sprachförderung, Weiterbildung und praktische Einsätze.

image

«Ich verstehe die Ungeduld der 200'000 Pflegefachleute im Land»

Heute gehen Pflegekräfte in Bern auf die Strasse: Sie fordern die konsequente Umsetzung der Pflegeinitiative. Auch GLP-Nationalrat und Pflegefachmann Patrick Hässig ist dabei.

image

Sektionen des Pflegefach-Berufsverbands lösen sich auf

Mit etwas Wehmut nehmen die bisherigen regionalen Sektionen des Berufsverbands Abschied. Ab nächstem Jahr gibt es nur noch eine gesamtschweizerische Organisation.

Vom gleichen Autor

image

Affidea expandiert weiter – Übernahme einer Laborgruppe

Der Gesundheitskonzern kauft die Mehrheit von LabPoint – und plant dabei auch eine strategische Partnerschaft mit der Lindenhofgruppe.

image

Umbau beim SIWF – doch die Wartezeiten bleiben lang

Das Weiterbildungs-Institut trennt sich nun auch von Geschäftsführer Jörg Gröbli. Trotz mehr Personal und IT-Unterstützung beträgt die Bearbeitungsdauer für Facharzttitel beim SIWF weiterhin rund zwölf Monate.

image

Hohe Gesundheitsausgaben: Was liegt am Angebot – und was an den Menschen?

Seit Jahren konzentriert sich die Kostendebatte auf das medizinische Angebot. Doch eine neue Studie zeigt: Persönliche Gewohnheiten und Bedürfnisse wiegen insgesamt schwerer als das Angebot vor Ort.