Kanton Zürich fördert acht Pflege-Ausbildungsprojekte

Gefördert werden unter anderem ein Spitex-Ausbildungsverbund, ein neues Pädiatrie-Lernformat und kooperative Lernmodelle auf Station.

, 24. Februar 2026 um 12:47
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Am Kinderspital Zürich wird ein Angebot für individuelle Lernberatung aufgebaut, um Studierende in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Bild: Kispi
Die Zürcher Gesundheitsdirektion unterstützt 2026 acht Ausbildungsprojekte in der Pflege mit insgesamt 550’000 Franken. Die Beiträge sind Teil der ersten Etappe der Pflegeinitiative und gehen an Institutionen und Organisationen im Kanton Zürich. Eine Fachkommission wählte die Vorhaben aus 14 Eingaben aus.
Gefördert werden:
  • OdA Gesundheit Zürich: Relaunch der Informationsplattform «Pulsberufe» mit inhaltlichem Fokus auf die Studiengänge Pflege HF und FH.
  • Spital Bülach – CarePath 2030: Sektorenübergreifendes Ausbildungsmodell mit Praxiseinsätzen in Akutpflege, Langzeitpflege und Spitex.
  • Spitex Zürich: Workshopprogramm zur Förderung von Selbstwirksamkeit, Resilienz sowie Reflexions- und Feedbackkompetenz während der Ausbildung.
  • Spitex am Kohlfirst und Partner: Aufbau eines Ausbildungsverbunds Pflege HF zur Erhöhung der Ausbildungskapazitäten, insbesondere in kleineren Organisationen.
  • Kinderspital Zürich – klinische Beurteilungskompetenz: Neues Lernformat für FH-Studierende in der Pädiatrie mit Bedside Teaching und Peer-Learning.
  • Kinderspital Zürich – Lernberatung: Individuelle Begleitung von Studierenden mit Schwerpunkt auf dem Übergang von FaGe zur Pflege HF.
  • Spital Uster und Partner – Gesundheitsmeile Zürcher Oberland: Entwicklung eines HF-Ausbildungsmodells mit rotierenden Praxiseinsätzen entlang des Versorgungspfads.
  • Spital Männedorf – Next Generation Care: Einführung kooperativer Lernformen auf den Stationen mit klaren Lernzielen und reduziertem Dokumentationsaufwand.
Die Projektförderung ergänzt die laufenden Massnahmen der Pflegeinitiative. Ausbildungsbetriebe erhalten Beiträge von rund 250 Franken pro Ausbildungswoche; 2025 wurden rund 150 Institutionen unterstützt. Zudem gingen über 1’400 Gesuche von Studierenden für Ausbildungsbeiträge ein, von denen rund 96 Prozent bewilligt wurden.

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