USZ macht interimistische Leitung der MKG-Klinik definitiv

Der bisher interimistische Leiter Harald Essig übernimmt definitiv die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsspital Zürich.

, 24. Februar 2026 um 09:16
image
Bild: zvg
Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat Harald Essig per Anfang März 2026 zum Klinikdirektor für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ernannt. Gleichzeitig übernimmt er den Lehrstuhl an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich.
Essig ist seit vielen Jahren am USZ tätig und leitet die Klinik bereits seit 2020 interimistisch.
Harald Essig ist Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Fachzahnarzt für Oralchirurgie und verfügt über eine Doppelqualifikation in Human- und Zahnmedizin. Nach den Promotionen zum Dr. med. und Dr. med. dent. habilitierte er sich 2014. Im selben Jahr wurde er Leitender Arzt am USZ. Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert er sich in Forschung und Lehre, insbesondere in den Bereichen orale Onkologie, computerassistierte und rekonstruktive Chirurgie sowie innovative Verfahren der Tumordiagnostik. Ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt auf der automatisierten virtuellen Rekonstruktion komplexer Gesichtsdeformitäten und der digitalen chirurgischen Planung.

Chirurgische Exzellenz

Ärztlicher Direktor Malcolm Kohler bezeichnet Essig als «fachlich wie menschlich überzeugende Persönlichkeit», die chirurgische Exzellenz mit wissenschaftlicher Innovationskraft und Führungskompetenz verbinde. Innerhalb der Klinik und interdisziplinär geniesse er grosses Vertrauen.
Essig ist national und international in Fachgesellschaften aktiv, unter anderem als Schweizer Länderrat der European Association for Cranio-Maxillo-Facial Surgery. 2012 wurde er mit dem Hans-Joachim-Denecke-Preis ausgezeichnet. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Förderung des akademischen Nachwuchses mit strukturierten Ausbildungs- und Lehrkonzepten für Studierende und Assistenzärztinnen und -ärzte.
  • USZ
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Zürich: Verbände fordern Lohn-«Nachholrunde»

Die vier kantonalen Spitäler sollen ihren Rückstand mit dem Teuerungsausgleich 2026 wettmachen. Gefordert sind Lohnerhöhungen zwischen 1,8 und 2,4 Prozent.

image

USZ legt Grundstein für Neubau

Am Unispital Zürich wurde heute der Grundstein für die Neubauten Mitte 1 und 2 gelegt: Bis 2031 sollen 214 Pflege- und 94 Intensivbetten, 23 Operationssäle und ausschliesslich Einzelzimmer in Betrieb gehen.

image

USZ: Neuer Direktor Human Resources Management kommt von Medbase

Benjamin Staub Baumgartner tritt seine Funktion per Anfang Februar 2026 an. Er wird Nachfolger von Rolf Curschellas, der in den Ruhestand tritt.

image

USZ, CHUV und USB gehören zu Europas forschungsstärksten Spitälern

Seit der Jahrtausendwende haben sich die Patentanmeldungen europäischer Kliniken verdreifacht. Schweizer Häuser spielen vorne mit.

image

USZ gewinnt Fellowship der Michael J. Fox Foundation

Die US-Stiftung fördert seit 25 Jahren Parkinson-Forschung. Nun erhält die Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich eines von weltweit 8 Fellowships, um die nächste Generation von Parkinson-Experten auszubilden.

image

USZ: Neuer Leiter für die Pflege stationär im Primärbereich II

Ab Anfang November 2025 übernimmt Michael Barbrock die neu geschaffene Funktion als Bereichsleiter Pflege stationär im Primärbereich II am Universitätsspital Zürich.

Vom gleichen Autor

image

Aus für Bichsel-Produktion in Interlaken: Bis zu 170 Stellen betroffen

Galenica stellt die pharmazeutische Herstellung ihrer Tochter Bichsel bis Ende 2026 ein und konzentriert sich künftig auf das Home-Care-Geschäft.

image

Kanton Zürich fördert acht Pflege-Ausbildungsprojekte

Gefördert werden unter anderem ein Spitex-Ausbildungsverbund, ein neues Pädiatrie-Lernformat und kooperative Lernmodelle auf Station.

image

Sexuelle Belästigung im Spital: «Die grösste Hürde ist die Angst»

Fast ein Drittel der Ärztinnen und Ärzte erleben Übergriffe am Arbeitsplatz. Warum viele Betroffene trotzdem schweigen, wo Institutionen versagen und was sich strukturell ändern muss, erklärt Claudia Stam im Interview.