Die Berner Sektionen von SBK, VPOD und VSAO befürchten, dass der geplante Stellenabbau bei der Insel Gruppe die Probleme eher verschärfen als lösen wird. In einem
gemeinsamen Communiqué schreiben sie: «Aufgrund der bereits sehr angespannten Personalsituation im Gesundheitswesen wird ein Stellenabbau unweigerlich auch zu einer Angebotsreduktion führen, was wiederum die Arbeitsplatzattraktivität senkt.»
Der Arbeitsinhalt werde sich weiter verdichten und das Personal dadurch noch stärker belastet.
Der Berner Spitalkonzern hatte am Donnerstag einen Abbau im Bereich von 120 angekündigt und ein Konsultationsverfahren begonnen. Im Hintergrund stehen erstens tiefrote Zahlen und daraus abgeleitet das Ziel, die Personalkosten bis Mitte 2025 um 5 Prozent zu senken. Die Analyse habe gezeigt, dass dieses Ziel «nicht nur über einen Abbau von Temporärpersonal und die Fluktuation erreicht werden kann»,
teilte die Insel-Leitung mit.
Nicht sparen bei Ausbildung
SBK, VPOD und VSAO bedauern, dass dass der Verwaltungrat keinen anderen Weg finde: «In Zeiten von grossen Umstrukturierung sehen wir einen Personalabbau sehr kritisch, zumal die Insel Gruppe beabsichtigt, inskünftig mehr Patient:innen zur versorgen».
Die angekündigten Sparmassnahmen würden beim Personal viel Unsicherheit auslösen und auf Unverständnis stossen.
Wichtig sei, dass bei den Aus- und Weiterbildungsstellen nicht abgebaut werde. Und ganz konkret fordern die Personalverbände, dass Kündigungen vermieden, Härtefälle verhindert und relevante Stellen weiter besetzt werden; und dass Aus- und Weiterbildungsstellen im bisherigen Umfang weitergeführt und erhalten bleiben.
Dazu wollen sie demnächst eine entsprechende Online-Petition starten.