Das gemeinsame Spital des Wallis und des Waadtlands blickt auf 2024 zurück: Das Hôpital Riviera-Chablais erreichte im letzten Jahr Gesamteinnahmen von 377,9 Millionen Franken; 2023 davor waren es 350,7 Millionen gewesen. Der Betriebsgewinn Ebitda lag mit 16 Millionen Franken noch im positiven Bereich (2023: 11 Millionen). Damit erreichte die Institution eine Ebitda-Marge von 3,9 Prozent.
Aber am Ende – nach Abzug von Amortisationskosten und Finanzergebnissen – stand ein Jahresverlust: Das Defizit des HRC belief sich 2024 auf 6,7 Millionen Franken; verglichen mit einem Verlust von rund 12,6 Millionen im Vorjahr.
«Wir haben ein besseres Ergebnis erzielt als unser Budget, das ein Defizit von 7,4 Millionen vorsah», erklärt der stellvertretende CFO Jean-René Mabillard dazu im Finanzbericht. Es ist jedoch anzumerken, dass das HRC im Jahr 2024 weniger Investitionen getätigt hat (3,9 Millionen) als im Jahr 2023 (10,4 Millionen).
Dennoch: Die HRC-Leitung erachtet das Ergebnis als «un pas de plus vers l’équilibre financier» – also als weiteren Schritt hin zu einem ausgeglichenen Ergebnis. Dieses soll 2028 erreicht werden.
«Unsere Einnahmen haben dank einer besonders dynamischen ambulanten Tätigkeit die Erwartungen übertroffen», kommentiert Jean-René Mabillard die Ergebnisse. Insbesondere die ambulante Chirurgie verzeichnete einen Anstieg um 8,9 Prozent.
Insgesamt wurden an den verschiedenen HRC-Standorten 74’500 Patienten betreut; dabei stieg auch die Zahl der stationären Patienten leicht, nämlich von 17'900 im Jahr 2023 auf 18'300 im Jahr 2024. Die durchschnittliche Verweildauer sank von 5,5 auf 5,3 Tage.
Zum gemeinsamen Unternehmen von Waadt und Wallis gehören neben dem grossen Spital in Rennaz auch Gesundheitszentren und Geriatrieeinrichtungen in Vevey, Blonay, Monthey und Aigle.