Bundesrat will Gesundheitsfachleute mehr zu Prävention lernen lassen

Gesundheitsfachpersonen sollen mehr für die Gesundheitsprävention aus- und weitergebildet werden. Das hält der Bundesrat in einem Bericht fest.

, 25. Februar 2026 um 13:57
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Der Bundesrat fordert die «systematische Einbindung von Gesundheitsförderung und Prävention in die Aus- und Weiterbildung von Gesundheitsfachleuten». | Unsplash
Zwei politische Vorstösse verlangten, dass der Bundesrat die «aktuellen Rahmenbedingungen, Zuständigkeiten und Finanzierungsmechanismen der Prävention in der Gesundheitsversorgung darstellen» soll und die «zentralen Herausforderungen im Hinblick auf ihre nachhaltige Implementierung identifizieren» soll.
Nun liegt der entsprechende Bericht vor. Darin hält der Bundesrat fest, dass der bestehende rechtliche Rahmen den Akteuren – damit sind insbesondere die Kantone gemeint – genügend Handlungsspielraum gebe, um die Prävention weiter zu stärken.
Er schlägt fünf Massnahmen vor. Eine davon betrifft die Gesundheitsfachpersonen. Und zwar will der Bundesrat die Gesundheitsförderung und Prävention systematisch in deren Aus- und Weiterbildung einbinden. Der Erwerb dieser Kompetenzen sei auch im Medizinalberufe- und im Gesundheitsberufegesetz vorgeschrieben.

Bildungseinrichtungen sollen Prävention integrieren

Die Festlegung der Studienprogramme liege jedoch in der Verantwortung der Bildungseinrichtungen. Deshalb sollen diese prüfen, wie sie solche Inhalte nachhaltig einbinden können.
Die weiteren vier Massnahmen lauten:
  • Verstärkte landesweite Koordination der Prävention mit Unterstützung der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz und durch die Nutzung interkantonaler Synergien.
  • Vermehrte Einbindung von Prävention in die kantonale Gesundheitsversorgung.
  • Ausbau von regionalen Anlaufstellen, die den Zugang zur Prävention sowie zur Gesundheitsversorgung vereinfachen und die Koordination zwischen medizinischen und sozialen Leistungen verbessern.
  • Weiterentwcklung und Verbreitung hybrider Finanzierungsmodelle, die Präventionsmassnahmen im Gesundheits-, Sozial- und Versicherungswesen abdecken.
  • aus- & weiterbildung
  • prävention
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