Seit der Schliessung 2023 versucht die Gemeinde, das Spital Münsingen wiederzubeleben. Im stillgelegten Spital soll ein ambulantes Zentrum mit verschiedenen medizinische Angeboten entstehen.
Doch so schnell wird nichts daraus. Vorerst zieht das Wohnhaus Belpberg mit 23 Bewohnern vorübergehend ins Spital, weil eines seiner Gebäude saniert wird. Die Stiftung darf das Spital bis Ende 2026 zwischennutzen.
Ursprünglich wandten sich der Kanton und die Gemeinde gegen eine zwischenzeitliche Belegung: Sie zielten auf eine «zeitnahe Lösung für den Verkauf des Spitalareals» ab, wie die
«Berner Zeitung» schrieb. Doch die Lösung für ein ambulantes Zentrum scheint nun nicht mehr so zeitnah zu sein.
Für die Realisierung des Projekts braucht es genug interessierte Ärzte, Ärztinnen, Zentren, Spitäler und Institutionen, die ins alte Spital einziehen und investieren wollen. Die Gemeinde Münsingen will sich zwar an einem Kauf des Spitals beteiligen. Aber erst, wenn die Finanzierung für das Gesundheitszentrums gesichert ist.
Dabei stünde das
Konzept für das Gesundheitszentrum – und zwar bereits seit einem Jahr: Das geplante Zentrum soll ambulante und spitalnahe Versorgung, Hausarztmedizin und spezialisierte Fachgebiete anbieten, ausserdem Akutsomatik, Psychiatrie, Rehabilitation und Langzeitpflege.
Kernstück soll ein Walk-In-Angebot für Hausarztmedizin und ein Operationszentrum für ambulante Eingriffe sein. Eine Studie zeigte, dass das Projekt machbar und das Bedürfnis vorhanden ist.