Neues Gesundheitszentrum in Münsingen kommt nicht so schnell

Das geschlossene Spital Münsingen soll in ein ambulantes Zentrum umgewandelt werden. Doch der Plan stockt. Vorerst darf nun ein Wohnheim das Spital nutzen.

, 19. Februar 2026 um 03:00
image
Seit 2023 geschlossen – und nun vorübergehend als Heim genutzt: das Spital Münsingen. | Gemeinde Münsingen
Seit der Schliessung 2023 versucht die Gemeinde, das Spital Münsingen wiederzubeleben. Im stillgelegten Spital soll ein ambulantes Zentrum mit verschiedenen medizinische Angeboten entstehen.
Doch so schnell wird nichts daraus. Vorerst zieht das Wohnhaus Belpberg mit 23 Bewohnern vorübergehend ins Spital, weil eines seiner Gebäude saniert wird. Die Stiftung darf das Spital bis Ende 2026 zwischennutzen.
Ursprünglich wandten sich der Kanton und die Gemeinde gegen eine zwischenzeitliche Belegung: Sie zielten auf eine «zeitnahe Lösung für den Verkauf des Spitalareals» ab, wie die «Berner Zeitung» schrieb. Doch die Lösung für ein ambulantes Zentrum scheint nun nicht mehr so zeitnah zu sein.
Für die Realisierung des Projekts braucht es genug interessierte Ärzte, Ärztinnen, Zentren, Spitäler und Institutionen, die ins alte Spital einziehen und investieren wollen. Die Gemeinde Münsingen will sich zwar an einem Kauf des Spitals beteiligen. Aber erst, wenn die Finanzierung für das Gesundheitszentrums gesichert ist.
Dabei stünde das Konzept für das Gesundheitszentrum – und zwar bereits seit einem Jahr: Das geplante Zentrum soll ambulante und spitalnahe Versorgung, Hausarztmedizin und spezialisierte Fachgebiete anbieten, ausserdem Akutsomatik, Psychiatrie, Rehabilitation und Langzeitpflege.
Kernstück soll ein Walk-In-Angebot für Hausarztmedizin und ein Operationszentrum für ambulante Eingriffe sein. Eine Studie zeigte, dass das Projekt machbar und das Bedürfnis vorhanden ist.
  • spital münsingen
  • bern
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Fokussierung des stationären Leistungsangebotes

Fachkräftemangel, Wirtschaftlichkeit und Regulatorien – sie waren die Treiber für die Verlagerung des stationären Angebots und der Physiotherapie vom Engeriedspital an die Standorte Lindenhof und Sonnenhof per Dezember 2025. Die ambulanten radiologischen Leistungen verbleiben am Standort Engeried

image

Bern: Parlamentarier fordern weitere Untersuchungen zu Epic

Weil der Regierungsrat zu Kosten und Risiken kaum Transparenz zeigt, verlangen mehrere Parteien jetzt eine parlamentarische Untersuchung.

image

Prof. Dr. med. Christoph Albers verstärkt die Orthopädie der Lindenhofgruppe am Sonnenhof

Der ausgewiesene Experte legt seine Schwerpunkte in der Wirbelsäulen-Chirurgie (SGNC und SO), der Spezialisierten Traumatologie (SGC und SO) sowie der Interventionellen Schmerztherapie (SSIPM).

image

Gesamtheitlich denken

Digitalisierung ist ein wesentlicher Faktor, um Leistungen effizienter und wirkungsvoller zu gestalten. Auch im Spitalbereich. Die Lindenhofgruppe hat das Thema zum strategischen Handlungsfeld gemacht. Um jede Gelegenheit zu nutzen, Qualität und Zusammenarbeit zu verbessern.

image

Thun, Interlaken, Bern: Gemeinsame Gefässchirurgie für das Berner Oberland

«Gefässchirurgie Berner Oberland»: Ab nächster Woche kooperieren die Spitalgruppen STS, Fmi und Insel in der operativen Gefässmedizin.

image

Nach 21 Jahren im SRO: Timo Thimm wird CEO

Der Verwaltungsrat der Spital Region Oberaargau hat die Nachfolge für die CEO-Position geregelt: Der bisherige COO übernimmt die Funktion im Januar 2026.

Vom gleichen Autor

image

Solothurner Spitäler: Umbau an der Spitze

Der Verwaltungsrat der SoH hat die Direktions-Aufgaben umverteilt. Die Ärzteschaft ist nun auch in der Geschäftsleitung vertreten.

image

Tardoc führt zu «Abrechnungstrick» bei Gastroenterologen

Mit dem neuen Arzttarif gibt es weniger Geld für Magen-Darm-Spiegelungen. Findige Praxen setzen deshalb zwei Termine an.

image

Stellvertreter für IPW-Direktor Stefan Lichtensteiger

Benjamin Dubno übernimmt vorübergehend die Leitung der Integrierten Psychiatrie Winterthur - Zürcher Unterland.