Eurostat veröffentlicht jedes Jahr neue Zahlen zu den Gesundheitsausgaben, die Menschen «out of pocket» bezahlen – also jene Beträge, die sie zusätzlich zu den Krankenkassenprämien direkt für Medikamente, Konsultationen, Therapien oder Betreuung ausgeben.
Wenig überraschend gehört die Schweiz auch hier zu den Ländern mit den höchsten Gesundheitsausgaben. Auffällig ist jedoch, dass auch der Anteil der Ausgaben, der aus eigener Tasche bezahlt wird, besonders hoch ist.
Im EU-Durchschnitt machen diese «out of pocket»-Zahlungen knapp 15 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben aus. In der Schweiz liegt der Anteil bei fast 22 Prozent.
Der Unterschied ist noch grösser, wenn man den absoluten Betrag betrachtet: Im Jahr 2024 gab eine durchschnittliche Schweizer Person 2'396 Euro pro Jahr für die Gesundheitsversorgung aus – während der Betrag in der Europäischen Union bei 542 Euro lag. In Ländern mit vergleichbarem Lebensstandard bleibt der Unterschied beträchtlich: In Norwegen zum Beispiel beträgt der Betrag nur knapp über 1'000 Euro. (Und auch kaufkraftbereinigt liegt der Schweizer Wert immer noch deutlich vorne.)
Die Schweiz bestätigt damit ihren Status als Land mit einem der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme Europas, in dem der Zugang zu medizinischer Versorgung jedoch verstärkt vom eigenen Portemonnaie abhängt.