Kanton Bern will mehr Praxisassistenz-Stellen schaffen

Der Regierungsrat will die Weiterbildung in Hausarzt-Praxen stärker fördern – und möchte in den nächsten vier Jahren 11 Millionen dafür ausgeben.

, 27. Februar 2026 um 15:25
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Symbolbild: Vitaly Gariev / Unsplash.
Der Berner Regierungsrat möchte sein Programm «Ärztliche Weiterbildung in Hausarztpraxen (Praxisassistenz)» für weitere vier Jahre fortsetzen. Er beantragt dafür einen Kredit von insgesamt 11,25 Millionen Franken.
Zur Erinnerung: 2008 lancierte der Kanton ein Programm, das es jungen Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, einen Teil ihrer Assistenzzeit in einer Praxis zu absolvieren. Das Programm sei «mittlerweile ein zentrales Instrument zur Förderung des hausärztlichen Nachwuchses im Kanton Bern», argumentiert die Kantonsregierung: «Die Nachfrage übersteigt seit Jahren das Angebot deutlich.
Mit den Kantonsmitteln werden unter anderem auch Arztpraxen in ländlichen Gebieten unterstützt.
2022 bewilligte der Grosse Rat einstimmig einen neuen Kredit von rund 1,85 Millionen Franken pro Jahr für die Weiterführung des Projekts sowie eine Erhöhung der Plätze dafür. Nun soll jährliche Kantonsbeitrag also nochmals erhöht werden: Er steigt auf rund 2,8 Millionen Franken.
Damit könnte die Zahl der Ausbildungsplätze erneut steigen: Zehn zusätzliche Praxisassistenz-Stellen sollen so entstehen.
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