Das Stadtspital Zürich richtet sich neu aus

Mit der «Strategie 2030» setzt das Stadtspital Zürich auf Kooperationen, digitale Lösungen und integrierte Versorgung.

, 13. November 2025 um 13:05
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Stadtspital Triemli. Bild: zvg
Das Stadtspital Zürich mit den Standorten Triemli und Waid richtet sich neu aus. Im Zentrum der «Strategie 2030» stehen sechs Schwerpunkte:
  • Die Stärkung der Rolle als Zentrumsspital
  • Finanzielle Nachhaltigkeit
  • Eine engere integrierte Versorgung in der Stadt Zürich
  • Eine konsequente Patientenorientierung
  • Eine klare Positionierung als attraktive Arbeitgeberin sowie der gezielte Einsatz von Digitalisierung, um Abläufe zu optimieren und mehr Zeit für die medizinische Versorgung zu schaffen.
Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in Zürich langfristig sicherzustellen und effizienter zu gestalten, so die Mitteilung.
«Mit dieser Strategie schaffen wir die Grundlage dafür, dass die Menschen in Zürich und Umgebung auch künftig auf eine verlässliche und qualitativ hochstehende, Gesundheitsversorgung zählen können – von der medizinischen Grundversorgung bis zur Spitzenmedizin», betont Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich.

Veränderungen

Die strategische Neuausrichtung geht mit organisatorischen Veränderungen einher. Bereits im September hatte das Stadtspital mitgeteilt, seine Leitungsstruktur ab 2026 zu verschlanken und die Departemente neu zu bündeln. So wird die Spitalleitung künftig aus zwölf statt dreizehn Mitgliedern bestehen. Ebenso werden zwei bisher eigenständige, kleinere medizinische Departemente aufgelöst.
Deren Kliniken, Institute und Abteilungen werden in die drei bestehenden medizinischen Departemente Innere Medizin, Chirurgie und Medizinische Plattformen eingegliedert.
Zudem wird das Integrale Kapazitätsmanagement (IKM) neu als Stabsfunktion in der Spitalleitung verankert – ein Schritt, der die spitalweiten Prozesse zur Planung, Steuerung und Optimierung von Kapazitäten stärken soll.

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