In Basel-Stadt sollen die Löhne von Chef- und Leitenden Ärztinnen und Ärzten künftig regelmässig anonymisiert offengelegt werden. Das Kantonsparlament hat Mitte Juni eine
entsprechende Motion überwiesen. Es fordert mehr Transparenz bei den Gehältern in den Führungsetagen öffentlicher Spitäler – unter anderem mit dem Argument, dass hohe Lohnkosten ein wesentlicher Treiber der Gesundheitsausgaben seien.
Nun liegen erste konkrete Zahlen vor: Wie die
«Basler Zeitung» berichtet, geht aus einer Antwort des Regierungsrats hervor, dass die theoretische Maximalvergütung für Chefärzte am Universitätsspital Basel (USB) bei 850’000 Franken liegt.
Im vergangenen Jahr wurden jedoch im Schnitt 490’000 Franken ausbezahlt. Leitende Ärztinnen und Ärzte kamen auf durchschnittlich 330’000 Franken.
Auch andere universitäre Institutionen im Kanton Basel-Stadt haben ihre Zahlen offengelegt:
- Universitäre Altersmedizin Felix Platter (UAFP): 440’000 Franken (CA) / 234’000 Franken (LA)
- Universitäre Psychiatrische Kliniken (UPK): 270’000 Franken (CA) / 200’000 Franken (LA)
- Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB): 380’000 Franken (CA) / 245’000 Franken (LA)
- Universitäres Zentrum für Zahnmedizin (UZB): 300’000 Franken (Klinikleitung) / 145’000 Franken (Oberärztinnen und -ärzte)
Die Regierung betont, dass die Löhne im nationalen Vergleich konkurrenzfähig, aber nicht überhöht seien. Die Obergrenze von 850’000 Franken gehöre zu den tiefsten unter den Universitätsspitälern der Deutschschweiz.