Nun ist klar, welche Spitäler ab Sommer
Organe transplantieren dürfen. Und zwar behalten alle Spitäler ihre bisherigen Aufträge. Die meisten Leistungsaufträge für diese Eingriffe im Bereich der hochspezialisierten Medizin (HSM) gehen an vier der fünf Unispitäler, nämlich jene in Zürich, Bern, Lausanne und Genf.
Aufträge bleiben gleich wie schon 2010
Das Universitätsspital Basel (USB) hatte bisher nur die Erlaubnis, Nieren zu transplantieren und hat sich deshalb neu auch um die Lebertransplantationen beworben. Allerdings vergeblich.
«Für 150 Fälle reichen drei Spitäler»
«Die Versorgung kann durch die drei Spitäler, die aktuell Lebertransplantationen durchführen, sichergestellt werden», beschloss die zuständige Entscheidungsstelle bei der Gesundheitsdirektoren-Konferenz.
Pro Jahr gibt es nur rund 150 solche Operationen. Es gebe deshalb keinen Bedarf, einem vierten Spital einen Leistungsauftrag zu erteilen.
Organtransplantationen bei Erwachsenen werden bereits seit 2010 von den Kantonen gemeinsam geplant. Die neuen Leistungsaufträge wurden erneut an die folgenden Spitäler erteilt:
- Herztransplantationen: Inselspital, Universitätsspital Lausanne (CHUV) und Universitätsspital Zürich (USZ)
- Lungentransplantationen: CHUV, USZ
- Lebertransplantationen: Inselspital, Universitätsspitäler Genf (HUG), USZ
- Pankreas- und Inseltransplantationen: HUG, USZ
- Nierentransplantationen: Insel, USB, HUG, CHUV, USZ und Kantonsspital St. Gallen
Basel enttäuscht
Beat Müller, Chefarzt am Clarunis, dem universitären Bauchzentrum des Universitätsspitals Basel, setzte sich stark dafür ein, dass auch Basel eine Zulassung für Lebertransplantationen bekäme.
Sein Argument, das er im
Radio SRF äusserte: «Die Basler bezahlen die höchsten Krankenkassenprämien in der Schweiz, müssen aber für eine Lebertransplantation nach Zürich, Bern oder Genf reisen und dort auf die Warteliste gehen.»
Eine Lebertransplantation kostet 60'000 bis 80'000 Franken.