So funktioniert virtuelle Patientenpflege

In den Gesundheitssystemen der USA ist virtuelle Krankenpflege bereits eine wichtige Ergänzung der Patientenversorgung.

, 3. Oktober 2023 um 13:06
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Ein freundliches Gesicht über einen Computerbildschirm. | Screenshot Luke's Virtual Care Center
Die virtuelle Gesundheitsversorgung gilt als wichtiger Schritt in die Zukunft. Sie ermöglicht den Patienten und Patientinnen einen schnelleren Zugang zur Versorgung und trägt dazu bei, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Wie das funktioniert, zeigt zum Beispiel das St. Luke's Virtual Care Center im US-Bundesstaat Idaho, wo Patienten mit Hilfe von Kameras und Mikrofonen über Zweiwege-Videokonferenzen mit Pflegefachleuten und Ärzten sprechen können. Das System ermöglicht es auch Intensivpflegekräften, Patienten auf der Intensivstation aus der Ferne zu überwachen, um das Pflegepersonal vor Ort zu unterstützen.

Pflege entlasten

Die Umstellung auf virtuelle Pflege ist eine Reaktion auf den Personalmangel im Gesundheitswesen und soll die Effizienz der Patientenversorgung steigern. Die Technologie ermöglicht es, einfache Aufgaben wie die Überprüfung von Vitalwerten, die Besprechung von Medikamenten, die Bestellung von Mahlzeiten oder die Koordination von Terminen virtuell zu erledigen. Dadurch soll das Pflegepersonal entlastet werden und mehr Zeit für die persönliche Betreuung haben.
Inzwischen sind in einigen Spitälern im im Bundesstaat Idaho mehr als 700 Zimmer für die virtuelle Pflege ausgestattet. Die Patienten haben jedoch nach wie vor die Möglichkeit, sich gegen die virtuelle Betreuung zu entscheiden und einen persönlichen Arzt aufzusuchen.
  • Quelle: «You’re in a hospital room. Suddenly a nurse appears on a screen overhead. What’s going on», in: «Idaho Statesman», September 2023.

  • pflege
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