Die Immunologie ist der Max-Cloëtta-Stiftung zwei Auszeichnungen wert: Sie ehrt damit eine Forscherin der ETH Zürich und einen Forscher und Arzt der Universität Genf. Beide erhalten den Wissenschaftspreis für ihre herausragenden Forschungsarbeiten.
Neue immunologische Behandlungen
Annette Oxenius, Professorin für Immunologie an der ETH Zürich, zeigt mit ihrer Arbeit die Wechselwirkungen zwischen Wirt und Erreger, insbesondere wie Zellen des Immunsystems Virusinfektionen kontrollieren oder eliminieren können. Sie deckt grundlegende Mechanismen auf, wie das Immunsystem seien Reaktionen auf den jeweiligen Erreger anpasst.
Sie analysiert insbesondere die sogenannten T- und B-Lymphozyten, eine Gruppe von weissen Blutzellen, welche Virus-infizierte Zellen erkennen und abtöten können oder Virus-spezifische Antikörper produzieren. Die Arbeiten von Annette Oxenius und ihrem Team dienen als Basis für die Entwicklung neuer immunologischer Behandlungen bei Virusinfektionen.
Erforschung von Multipler Sklerose
Doron Merkler, Professor für Neuropathologie an der Universität Genf sowie stellvertretender Belegarzt in der Abteilung für klinische Pathologie des Universitätskrankenhauses Genf (HUG), ist einer der weltweit führenden Neuropathologen auf dem Gebiet der entzündlichen Hirnforschung.
Seine Studien zeigen unter anderem Mechanismen, die an der Entstehung von Multipler Sklerose (MS) und Gehirnentzündungen beteiligt sind. Seine Forschung ermöglicht die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien zur Bekämpfung von Immunkrankheiten des zentralen Nervensystems.