Renommierter Preis geht an zwei Immunologie-Forschende

Eine Forscherin und ein Forscher auf dem Gebiet der Immunologie erhalten den diesjährigen Cloëtta-Preis. Er ist je 50'000 Franken wert.

, 14. Oktober 2022 um 11:58
image
Annette Oxenius, Professorin für Immunologie an der ETH Zürich, und Doron Merkler, Professor für Neuropathologie an der Universität Genf. | zvg
Die Immunologie ist der Max-Cloëtta-Stiftung zwei Auszeichnungen wert: Sie ehrt damit eine Forscherin der ETH Zürich und einen Forscher und Arzt der Universität Genf. Beide erhalten den Wissenschaftspreis für ihre herausragenden Forschungsarbeiten.

Neue immunologische Behandlungen

Annette Oxenius, Professorin für Immunologie an der ETH Zürich, zeigt mit ihrer Arbeit die Wechselwirkungen zwischen Wirt und Erreger, insbesondere wie Zellen des Immunsystems Virusinfektionen kontrollieren oder eliminieren können. Sie deckt grundlegende Mechanismen auf, wie das Immunsystem seien Reaktionen auf den jeweiligen Erreger anpasst.
Sie analysiert insbesondere die sogenannten T- und B-Lymphozyten, eine Gruppe von weissen Blutzellen, welche Virus-infizierte Zellen erkennen und abtöten können oder Virus-spezifische Antikörper produzieren. Die Arbeiten von Annette Oxenius und ihrem Team dienen als Basis für die Entwicklung neuer immunologischer Behandlungen bei Virusinfektionen.

Erforschung von Multipler Sklerose

Doron Merkler, Professor für Neuropathologie an der Universität Genf sowie stellvertretender Belegarzt in der Abteilung für klinische Pathologie des Universitätskrankenhauses Genf (HUG), ist einer der weltweit führenden Neuropathologen auf dem Gebiet der entzündlichen Hirnforschung.
Seine Studien zeigen unter anderem Mechanismen, die an der Entstehung von Multipler Sklerose (MS) und Gehirnentzündungen beteiligt sind. Seine Forschung ermöglicht die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien zur Bekämpfung von Immunkrankheiten des zentralen Nervensystems.
  • ärzte
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Thierry Carrel: «Für Kranke ist Hoffnung zentral»

Der Herzchirurg findet, neben dem Skalpell sei die Hoffnung eines seiner wichtigsten Instrumente.

image

Vom Spital ins All: Auch eine Perspektive für Ärzte

Der Berner Mediziner Marco Sieber wird der zweite Schweizer Astronaut nach Claude Nicollier.

image

Ein Walliser wird Chefarzt am Inselspital

Der Nachfolger von Klaus Siebenrock als Chefarzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie heisst Moritz Tannast.

image

In der Schweiz sind 1100 Ärzte mehr tätig

Die Arztzahlen in der Schweiz haben ein neues Rekord-Niveau erreicht: Es gibt nun 41'100 Berufstätige.

image

Der Erfinder des Ledermann-Implantats ist tot

Er war ein bekannter Implantologe, später auch Hotelier und Schriftsteller. Nun ist Philippe Daniel Ledermann 80-jährig gestorben.

image

Ärzte in der Krise: Immer mehr suchen Unterstützung

Zu viel Arbeit, Burn-Out, Angst, Selbstzweifel und Depression: Das sind die fünf Hauptgründe für Ärzte und Ärztinnen, sich Hilfe bei der Remed-Hotline zu holen.

Vom gleichen Autor

image

Universitätsspital Zürich erhält Preis für Reha-Forschung

Ein Zürcher Forschungsteam wird ausgezeichnet für seine Untersuchungen zur Rehabilitation von Herz- und Lungen-Patienten.

image

Neue Direktorin für das Spital Nidwalden

Ursina Pajarola ist ab Oktober die Direktorin des Spitals Nidwalden. Sie leitet derzeit noch eine Altersresidenz.

image

Deshalb bauten die Stararchitekten das neue Kispi

Seid ihr noch bei Trost, fragte sich ein SVP-Politiker beim Anblick des neuen Kinderspitals Zürich. Es gibt aber Gründe für den exklusiven Bau.