Psychotherapeuten erhalten 2.58 Franken pro Minute

Der Kanton Freiburg legt den Tarif für OKP-Leistungen von psychologischen Psychotherapeuten fest. Die Tarifpartner konnten sich nicht einigen.

, 25. August 2022 um 11:30
image
Die Regierung legt von den Verbänden vorgeschlagene Tarif fest. | Symbolbild Freepik (Prostooleh)
Die Freiburger Regierung hat beschlossen, für OKP-Leistungen von psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten einen provisorischen Tarif von 2.58 Franken pro Minute festzulegen.
Dieser Tarif gilt rückwirkend ab dem 1. Juli 2022 und so lange, bis eine Einigung zwischen den Tarifpartnern erzielt wurde, wie der Kanton mitteilt.

Verhandlung von Tarifsuisse und CSS offen

Die Festlegung der Tarifstruktur ist Sache der Tarifpartner. Der Kanton wird subsidiär tätig, wenn diese keine Einigung erzielen. In einem solchen Fall muss er einen provisorischen Tarif festlegen.
Die Tarifverhandlungen zwischen der Einkaufsgemeinschaft HSK und den Verbänden FSP, SBAP sowie Hplus sind abgeschlossen. Die Verhandlungen von Tarifsuisse und der CSS Kranken-Versicherung noch offen.

Seit Anfang Juli zu Lasten der OKP

Der provisorische Tarif stelle den Vorrang der Verhandlungen der Tarifpartner nicht in Frage, heisst es. Vielmehr erlaube er es, eine Gesetzeslücke abzuwenden. Es soll verhindern werden, dass psychologische Psychotherapeuten in einen schweren Liquiditätsengpass geraten, bis die definitiven Tarife bekannt sind.
Der Bundesrat hat entschieden, dass psychologische Psychotherapeuten ab dem 1. Juli 2022 selbstständig zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) tätig sein können. Mit der Ablösung des Delegationsmodells durch das Anordnungsmodell soll die Versorgungssituation verbessert werden.
  • spital
  • psychiatrie
  • freiburg
  • tarifsuisse
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Rote Zahlen für die Universitäre Altersmedizin Felix Platter

Höhere Personalkosten, schwierige Tarifsituation, mehr stationäre Austritte - so das Fazit des Basler Spitals.

image

Spital Schwyz: Notfall bleibt – Sparprogramm kommt

Der Kantonsrat in Schwyz versagt den Spitälern weitere Mittel für Vorhalteleistungen im Notfallbereich.

image

St. Galler Spitäler suchen den digitalen Patientenweg

Die Gruppe der kantonalen Spitäler wollen künftig über eine App mit ihren Patienten kommunizieren. Dazu sucht sie jetzt neue Lösungen.

image

UPD eröffnet Psychiatrie-Zentrum für die Kleinsten

Das neue «Berner Eltern-Kind-Zentrum» soll eine Diagnostik- und Therapielücke bei Kindern von null bis fünf Jahren schliessen.

image

In Zug kündigen Ärzte nach Freistellung ihres Chefarztes

Weil das Zuger Kantonsspital einem Chefarzt überraschend gekündigt hat, sind sieben weitere Ärztinnen und Ärzte gegangen.

image

Zuger Kantonsspital mit Jahresgewinn

Die Zahl der stationären Patienten blieb im letzten Jahr praktisch unverändert.

Vom gleichen Autor

image

Kantonsspital Glarus verliert GL-Mitglied

Thomas Kühnis, Chef der Finanzen, Informatik und Betriebe, verlässt nach neun Jahren die Geschäftsleitung des Kantonsspitals Glarus.

image

Neue Ärzte-Tarife auf dem Weg zur Genehmigung

Die Tarifpartner beantragen wie geplant die Genehmigung eines Tarifsystems aus ambulanten Pauschalen und Tardoc.

image

Schatten über dem Verkauf des Spitals Flawil

Wurden beim Verkauf des Spitals Flawil die Vertragspartner getäuscht? Mehrere Kantonsparlamentarier verlangen Antworten von der St.Galler Regierung.