«Nicht aus Spargründen» - KJPD und Klinik Sonnenhof fusionieren

Die Fusion der Stiftung Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste St.Gallen und der Klinik Sonnenhof erfolgt nicht aus Spargründen, sondern um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

, 17. November 2025 um 07:47
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Klinik Sonnenhof
in Ganterschwil (SG). Bild: zvg
Die Stiftung Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste (KJPD) St.Gallen und die Klinik Sonnenhof KJPZ werden künftig unter einem gemeinsamen Dach auftreten und den Namen «Kinder- und Jugendpsychiatrie St.Gallen» tragen. Gemäss einer Medienmitteilung haben beide Organisationen nach einer «umfassenden Prüfung beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln, um Versorgungslücken zu schliessen und Synergien zu nutzen».
Die KJPD St.Gallen bietet ambulante und teilstationäre Behandlungen, die Klinik Sonnenhof KJPZ stationäre Therapien an. «Durch die Fusion können wir die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen effizienter gestalten und die Patientinnen und Patienten stärker in den Mittelpunkt rücken», heisst es in der Mitteilung.
Die rechtliche Umsetzung ist frühestens für Sommer 2026 geplant. Bis dahin bleiben beide Einrichtungen in Betrieb, während Details zu Prozessen, Zuständigkeiten und IT-Systemen erarbeitet werden. «Die Fusion erfolgt nicht aus Spargründen, sondern um Fachwissen zu bündeln und die Qualität der psychiatrischen Versorgung im Kanton St.Gallen langfristig zu sichern», wird weiter betont.

  • Die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste (KJPD) St.Gallen sind zuständig für die ambulante und teilstationäre psychiatrische Behandlung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in den Kantonen St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden. Die Institution wird von einer privatrechtlichen Stiftung getragen.
  • Die Klinik Sonnenhof – Kinder- und Jugendpsychiatrisches Zentrum (KJPZ) – ist ein fachärztlich geleitetes kinder- und jugendpsychiatrisches Zentrum. Als Versorgungsklinik im Bereich der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie des Kantons St.Gallen hat sie Leistungsvereinbarungen mit den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Schwyz, Glarus und Appenzell Ausserrhoden.

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